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Den gesamten Spielplan aller Berliner Bühnen finden Sie unter:
https://www.berlin-buehnen.de/de/spielplan/
 



Wer den Spielplan des TuD bekommen möchte, kann sich auch per mail (theateruntermdach(at)gmail.com) mit dem Betreff 'SPIELPLAN' bestellen' anmelden.




Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.




OKTOBER 2018


Do      11.10.    20 Uhr
Fr       12.10.    20 Uhr







                                                                       
                                                 Foto: Zé de Paiva

ROSA -TROTZ ALLEDEM
Ein Theaterprojekt von Anja Panse und Barbara Kastner

Text und Regie: Anja Panse
Ausstattung: Kathrin Krumbein
Dramaturgie / Produktionsleitung: Barbara Kastner
mit: Susanne Jansen, Bernhard Leute
       Arne van Dorsten (Puppenspiel), Annegret Enderle (Musik)
Puppenbau: Rodrigo Umseher, Ludwig Pauli

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“ 
August Bebel

Rosa Luxemburg kämpfte für eine friedliche, gerechtere Welt. Als außerordentlich klarsichtige Analytikerin gesellschaftlicher Verhältnisse führte sie den Menschen die gravierende Kluft zwischen Arm und Reich vor Augen, sprach von „Kriegswirtschaft“ im Interesse des Kapitals, von „Meinungsmanipulation“. Ihr Ziel war eine antikapitalistische und freie Gesellschaft. Ihr Name ist bekannt, doch wofür stand sie? Ihr Nachlass lässt ihr politisches Wirken, ihre flammenden Reden lebendig werden, aber auch ihre Situation als Frau und ihre stillen, privaten Momente, in denen sie erschöpft vom politischen Kampf innehielt.

Rosa Luxemburgs Denken und Handeln wirkt in unsere Gegenwart hinein – in eine Zeit der „alternativen Fakten“, der politischen Unberechenbarkeiten, der gefühlten Ohnmacht in einer übermächtig-komplexen Welt. Im Dialog zwischen Puppen, Puppenspieler und Schauspieler*innen werden Verbindungslinien zwischen damals und heute gezogen.

"Rosa – Trotz alledem" ist eine künstlerische Positionsbestimmung des eigenen Handelns, ergründet die Herrschaftsverhältnisse unserer Zeit und stellt mit Rosa Luxemburg die Frage nach Alternativen.

Kooperation mit: Theater unterm Dach Berlin, dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, 'Uckermärkisches Nationaltheater-Kulturgut Metzelthin'

Gefördert von: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg

https://vimeo.com/226342191
 



Sa     13.10.     20 Uhr   
So     14.10.     20 Uhr





EMPFÄNGER UNBEKANNT

von Kathrine Kressmann Taylor
Eine szenische Lesung

mit: Anne-Catrin Märzke und Thaddäus Meilinger

Es ist das kürzeste Drama aller Zeiten. In 18 Briefen und einem Telegramm wird die Geschichte der beiden Deutschen Martin Schulze und Max Eisenstein erzählt, zwei Freunden, die Anfang des 20. Jahrhunderts eine gemeinsame Kunstgalerie in San Francisco betreiben. Obwohl die Geschäfte großartig laufen, entschließt sich Martin 1932 nach Deutschland zurückzukehren und die beiden beginnen ihre intensive Brieffreundschaft. Alles ändert sich, als Hitler 1933 an die Macht kommt. Die Veränderungen, die ein ganzes Land in den Untergang führen, spiegeln sich auch in den Briefen wieder und mit jedem Poststempel nähert sich die Freundschaft ihrem schleichenden Ende…

Ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität, das dieses Jahr 80. Jubiläum feiert. 
 


 

Do      18.10.     20 Uhr     Premiere
Fr       19.10.     20 Uhr






Blauhauch
DIE STIMME DER STILLE
(What silence has to say)
szenische Lesung auf Englisch/Deutsch/Französisch/Spanisch/Norwegisch/Portugiesisch
                                                                                             
Spiel/Texte: Sarah Alles, Laura Sophia Becker, Laura Frederico, Nicole Marischka,
                   Pamela Pantoja, Myriam Sebbah, Tiffany Tara Anderjaska,
                   Andrea Wasrud      
Regie/Konzeption/Text: Onimar Ame (Marion Bott)
Produzentin: Annette Corbett

Acht internationale Schauspielerinnen/Zirkusartistinnen lesen und performen ihr neues, von Träumen inspiriertes Theaterstück „Die Stimme der Stille“. Diese außergewöhnliche Geschichte, in der die Theatergruppe Blauhauch die verschiedenen Facetten weiblicher Sexualität erforscht - vom Missbrauch bis zur Ekstase - wurde von allen Frauen gemeinsam geschrieben. Acht Träume verschmolzen zu einem gemeinsamen Traum, in dem die Frauen nicht nur Frauen, sondern auch Männer, Kinder, Tiere und Objekte spielen.

Kurze Inhaltsangabe: Jill, eine vierzigjährige, überforderte Mutter und Geschäftsfrau schläft völlig überarbeitet ein und träumt, sie sei ein Mann, der unbedingt eine Frau werden will. Doch auch in der Realität weiß Jill nicht mehr, was es bedeutet eine Frau zu sein. Zu viele Aufgaben, zu viele Erwartungen, ein alkoholkranker Ehemann und letztendlich ein Burnout. Nachts begegnen ihr alle Traumsymbole, die ihr wortwörtlich die Stimme rauben. Seien es hundert angekettete Tiger, eine Feder, eine Mörderin oder ein 33km langes Pferde-Kabarett mit Ballerinas die rote Tutus tragen. Jill erlebt durch ihre Begegnungen eine Transformation, doch nicht nur sie...

Die Stimme der Stille stellt viele Fragen. Unter anderem: Was bedeutet es in der heutigen Gesellschaft eine sexualisierte Frau, Mutter, erfolgreiche Geschäftsfrau, Freundin, Tochter, Nachbarin zu sein? Was bedeutet es komplett „frei“ von irgendwelchen Erwartungen zu sein? Die Antworten finden wir in der Stimme der Stille, wenn die Antwort aus der Stille kommt.

Ein Abend, der die ZuschauerInnen in seinen Tagträumen noch lange besuchen wird!
 



Sa     20.10.     20 Uhr 
im Anschluß Publikumsgespräch im Rahmen des
Theaterscouting-Programms

So
     21.10.     20 Uhr






                                                 Foto: Stephan Thiel 

VON DER LANGE REISE AUF EINER HEUTE
ÜBERHAUPT NICHT MEHR WEITEN STRECKE
von Henriette Dushe

Regie: Stephan Thiel
Mit: Franziska Hoffmann, Meda Gheorghiu-Banciu, Anja Lechle, Nadine Nollau, Eléna Weiß

Eine Mutter trifft ihre vier Töchter viele Jahre nach der gemeinsamen Ausreise aus der DDR. In Rückblicken wird erzählt, wie sie damals mit Angst, aber auch mit großen Hoffnungen dem Neuanfang in Westen entgegenblickten. Sie ringen mit ihren bis heute andauernden Versuchen, Träume und Ideale eines besseren Lebens mit der Realität in Einklang zu bringen.

Henriette Dushe betrachtet in ihrem Stück die aktuelle „Flüchtlingsdebatte“ aus einer besonderen Perspektive: Auch Deutsche sollten wissen, was es heißt, ein Flüchtling zu sein. Während des 2. Weltkrieges und Ende der 80er Jahre flüchteten Deutsche nach Deutschland - und stießen dabei zum Teil auf heftige Ablehnung.
Was passiert, wenn Menschen mit unterschiedlicher Prägung lernen müssen, miteinander zu
leben? Wie kommt es, dass das Gefühl der Heimatlosigkeit und Fremdheit trotz Integration
bestehen bleiben kann? Damals wie heute sind es die gleichen Fragen.
 

http://www.theaterscoutings-berlin.de/programm/event/gespraech_zu_von_der_langen_reise_auf_einer_heute_ueberhaupt_nicht_weiten_strecke_1204/


 


 
Do      25.10.       20 Uhr
Fr       26.10.       20 Uhr






                                              Foto: Johannes Zacher 

GEFALLE, DU SCHÖNE

von Amina Gusner

Idee / Textentwicklung / Regie: Amina Gusner
Ausstattung: Inken Gusner
mit: Inga Wolff, Franziska Kleinert
       und Absolventinnen des ETI

"Ich spiele allen Leuten vor, dass ich eine tolle Person bin. Ich bin gütig und mitfühlend, ich
glaube, so muss man sein als Frau. Ich spiele den Clown, der immer gute Laune hat. Aber ich fühle mich allen Menschen fremd."
Ruth aus Maxi Wanders „Guten Morgen, du Schöne“

Auf der Basis von Interviewprotokollen mit Frauen heute entsteht, inspiriert von Maxie Wanders Buch „Guten Morgen, du Schöne“ (1977), 40 Jahre später ein Theaterstück.
Amina Gusner verwebt diese Zeugnisse mit eigenen Texten zu einer Textcollage und lässt Frauen erzählen, wie sie sich selbst sehen und wahrgenommen fühlen. Wer bin ICH und was bedeutet es heute, FRAU zu sein?

Eine Produktion von Amina Gusner in Koproduktion mit dem Theater unterm Dach.
Gefördert von der Heinz und Heide Dürr Stiftung.

https://vimeo.com/270893785
 


 

Sa     27.10.     20 Uhr
So     28.10.     20 Uhr (letzte Vorstellung)






                                                Foto: Christine Elbel

AM BODEN
von George Brant

Regie/Konzept: Mirko Böttcher                        
Ausstattung: Lina Antje Gühne
Komposition: Alexandra Holtsch
Dramaturgie: Katja Kettner
Produktionsleitung: Tine Elbel
Spiel: Silke Buchholz

Der alte Menschheitstraum von der Unverwundbarkeit scheint sich im Drohnenkrieg zu verwirklichen: Chirurgische Eingriffe, die den Feind beseitigen, ohne das auf der eigenen Seite Opfer zu beklagen sind.

Ist die virtuelle Kriegsführung ein ethischer Fortschritt? Welche psychologischen Folgen hat das Töten per Joystick bei den Drohnenpiloten? Wie sieht deren Alltag zwischen Kindererziehung und Terroristenjagd aus?

Am Boden ist die Geschichte einer ehemaligen Kampffliegerin, die nach einer Schwangerschaft zur Drohnenpilotin ausgebildet wird und von der Militärbasis Creech bei Las Vegas „War on Terror 9-5“ macht. Die Pilotin kämpft sich durch surreale 12-Stunden-Schichten weitab vom Schlachtfeld, jagt tagsüber Terroristen und ist abends Frau und Mutter.

Am Boden ist eine Tour de force für eine Schauspielerin und fliegt von den Höhen der Lyrik in die Untiefen der täglichen Existenz und nimmt dabei unsere Vorstellungen über Krieg, Familie und die Kraft des Geschichtenerzählens ins Visier.

Gebe ihr einen Kuss zum Abschied und fahre in den Krieg. (AM BODEN George Brant)




NOVEMBER 2018



Do      01.11.      20 Uhr







                                                 Foto: Karen Schultze

LENZ
von Georg Büchner

Mit: Matthias Rheinheimer                                                                                             
Regie: Lutz Lansemann

Der junge revolutionäre Dichter Lenz wird von Goethe und dem Weimarer Fürsten wegen einer
angeblichen „Eseley“ ins Exil geschickt und durchwandert das Steintal im Elsaß. Lenz sucht
verarmt und in einer Existenzkrise – bei dem modernen Pfarrer und Sozialpionier Oberlin nach einer neuen Perspektive. Zwei Wochen später wird er aus Waldersbach unter Bewachung in einer Kutsche nach Straßburg gefahren.

Fünfzig Jahre später fällt Georg Büchner der Tagebuchbericht Oberlins in die Hände, und er
verarbeitet diesen zur Erzählung „Lenz“.

Heute gilt das Stück als erstes literarisches Werk über die Schizophrenie. Lenzens Verhalten wird aber auch als heftige Reaktion gegen die sozialen und künstlerischen Zwänge interpretiert.

www.youtube.com/watch?v=DYqhbAO6RqI
 


 

Fr     02.11.      20 Uhr











 

                                                  Foto: M. Lieberenz

                                                                                     
GRETE
nach Goethes Faust
                        
Spiel: Claudia Wiedemer
Regie: Anja Gronau
Künstl. Mitarbeit: Marcel Luxinger                                             

Blond bezopft und einfältige Verse säuselnd – so ist das deutsche Gretchen allen vertraut, als Opfer männlicher Rücksichtslosigkeit. Mit ihrem Perspektivwechsel auf die Figur der Grete zeigen Anja Gronau und Claudia Wiedemer, welche Möglichkeiten der heutigen Aneignung diese Frauenfigur zwischen Hingabe und Auflehnung, jenseits des Klischees vom blond zopfigen Mädchen bietet. Sie geben dem Gretchen einen Abend, ohne Rücksicht auf Faust.

Grete (Claudia Wiedemer) stürzt auf die Bühne und wir befinden uns mitten in einem Theaterstück, das so packend, faszinierend, lustig, traurig, liebevoll, emphatisch, ironisch, berührend, begeisternd ist…..        

Diese Inszenierung bekam den Friedrich-Luft-Preis 2004. Der seit 1992 verliehene Theaterpreis würdigt jährlich die beste Berliner oder Potsdamer Theateraufführung.


 

Sa     03.11.      20 Uhr
So     04.11.      20 Uhr    






                                                  Foto: Johanna Hasse

ZENIT


Mit: Iduna Hegen und Melissa Anna Schmidt
Regie: Johanna Hasse
Ausstattung: Martina Schulle
Licht: Thomas Schick

In ZENIT treffen zwei Schauspielerinnen aus unterschiedlichen Generationen aufeinander, die über ihr Leben, ihre Wünsche und Hoffnungen zwischen Selbstverwirklichung und Existenzsicherung sprechen. Träume werden zwischen diesen Polen geboren und zerrieben. Der Zenit verschiebt sich mit jedem neuen Lebensabschnitt, mit jedem Jobangebot und mit jedem Karriereknick.

ZENIT ist eine Recherche mit Texten, Musik und akrobatischen Sprachübungen. Ein Abend über Erfolge, Niederlagen und Neuanfänge in Zeiten von maximaler Wettbewerbsfähigkeit. Ein Spiel um perfekte Selbstoptimierung und ultimative Selbstausbeutung im kollektiven Trainingscamp.
 


Di     06.11.    20 Uhr




JAZZ AM HELMHOLTZPLATZ
zu Gast im Theater unterm Dach

Der Jazz ist zurück in Prenzlauer Berg!

Die Jazzinitiative „Jazz am Helmholtzplatz“ ist zu Gast im „Theater unterm Dach“ und präsentiert international renommierte, in Berlin ansässige Jazzmusiker in intimem Rahmen.

Facebook:  Jazz am Helmholtzplatz

Eintritt: 10,- Euro, ermäßigt 8,- Euro


 

Do     08.11.     20 Uhr
Fr      09.11.     20 Uhr (letzte Vorstellung)





 

                                                 Foto: Wiebke Conrad


                                                                  
KIND ALLER LÄNDER (UA)
nach einem Roman von Irmgard Keun

Text und Regie: Anja Panse
Ausstattung: Annette Meyer
Musik: Annegret Enderle
Spiel: Friederike Pöschel

Kind aller Länder erzählt eine Geschichte von Flucht und Heimatlosigkeit aus der Sicht des zehnjährigen Mädchens Kully. Ihr Vater, ein Schriftsteller, muss vor dem NS-Regime fliehen und so beginnt eine Odyssee durch Europa und die USA. Kully jedoch nimmt die Welt anders wahr als die Erwachsenen: Sie wertet nicht. Ihre positive und naive Sicht verblüfft und amüsiert und verleiht den Schrecknissen Leichtigkeit.

Die Aufführung setzt sich anhand des Romans mit Heimatgefühlen, Sehnsüchten und Verlustängsten von Geflüchteten auseinander. Insbesondere ruft Kind aller Länder in Erinnerung, dass einst tausende von Deutschen auf der Flucht waren und zeigt, dass, heute wie damals, Menschen nicht grundlos ihrer Heimat entfliehen.
 

https://vimeo.com/270614805
 


 
Do      10.11.    20 Uhr
Fr       11.11.    20 Uhr






 

                                                   Foto: Zé de Paiva


ROSA -TROTZ ALLEDEM
Ein Theaterprojekt von Anja Panse und Barbara Kastner

Text und Regie: Anja Panse
Ausstattung: Kathrin Krumbein
Dramaturgie / Produktionsleitung: Barbara Kastner
mit: Susanne Jansen, Lutz Wessel
       Arne van Dorsten (Puppenspiel), Annegret Enderle (Musik)
Puppenbau: Rodrigo Umseher, Ludwig Pauli

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“ 
August Bebel

Rosa Luxemburg kämpfte für eine friedliche, gerechtere Welt. Als außerordentlich klarsichtige Analytikerin gesellschaftlicher Verhältnisse führte sie den Menschen die gravierende Kluft zwischen Arm und Reich vor Augen, sprach von „Kriegswirtschaft“ im Interesse des Kapitals, von „Meinungsmanipulation“. Ihr Ziel war eine antikapitalistische und freie Gesellschaft. Ihr Name ist bekannt, doch wofür stand sie? Ihr Nachlass lässt ihr politisches Wirken, ihre flammenden Reden lebendig werden, aber auch ihre Situation als Frau und ihre stillen, privaten Momente, in denen sie erschöpft vom politischen Kampf innehielt.

Rosa Luxemburgs Denken und Handeln wirkt in unsere Gegenwart hinein – in eine Zeit der „alternativen Fakten“, der politischen Unberechenbarkeiten, der gefühlten Ohnmacht in einer übermächtig-komplexen Welt. Im Dialog zwischen Puppen, Puppenspieler und Schauspieler*innen werden Verbindungslinien zwischen damals und heute gezogen.

"Rosa – Trotz alledem" ist eine künstlerische Positionsbestimmung des eigenen Handelns, ergründet die Herrschaftsverhältnisse unserer Zeit und stellt mit Rosa Luxemburg die Frage nach Alternativen.

Kooperation mit: Theater unterm Dach Berlin, dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, 'Uckermärkisches Nationaltheater-Kulturgut Metzelthin'

Gefördert von: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg

https://vimeo.com/226342191
 


 

Fr     16.11.      20 Uhr










                                                


                                                  Collage: Beate Höckner

JANDL GOES JAM
Jazz und Worte – auf Jandls Spuren

Texte / Saxophon: Andreas Nickl
Texte / Piano: Norbert Rentsch

Ernst Jandl (1925-2000) war ein großer Jazzfan. Er lebte mit Friederike Mayröcker in Wien. Unter dem Einfluß der konkreten Poesie und des Dadaismus landet Jandl bei der experimentellen Dichtung. Er war nicht nur der Verfasser von Gedichten, sondern auch deren bester Vortragender. Zu seinen bekanntesten Texten gehören u.a. „ottos mops“, „schtzngrmm“ oder „lichtung“:

„lichtung
manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum!“

Es gibt zahlreiche Schallplattenaufnahmen der von ihm rezitierten Sprach- und Lautexperimente,
häufig von Gesang und Jazzmusik begleitet.
Norbert Rentsch und Andreas Nickl setzen diese Tradition auf kongeniale Weise fort. Die Texte
ihres Inspirationsquells Jandl sind Vorlagen für ein freies Spiel gedanklicher und musikalischer Art.
An einem kurzweiligen Abend mit Sprachskizzen und musikalischen Echos sind sie würdige Interpreten des Wortkompositeurs Jandl. Wahnsinn und Wahrheit, Zoten und Philosophisches wechseln sich ab, ergänzen sich und bilden ein zeitlos gültiges Kaleidoskop des Menschlichen, des allzu Menschlichen.

Andreas Nickl am Saxophon und Norbert Rentsch am Piano sind ein eingespieltes Team, das
mit diesem Programm schon seit über 20 Jahren auf vielen Bühnen in ganz Deutschland steht.
Die Lust am Spiel ist ungebrochen.
 


 

Sa     17.11.       20 Uhr
So     18.11.       20 Uhr











                                                Foto: metzner&schüchner

metzner&schüchner  
Uraufführung
DER THEATERKRITIKER
von Tobias Schwartz

Konzept/Regie: Mareile Metzner
Spiel: Christoph Schüchner)

Tobias Schwartz`bitterböses Portrait eines gefallenen - ehemals übermächtigen - Karrieristen wirft grundlegende Fragen nach der Korrelatiom von Macht, Trieb und Verantwortung in der Kunst auf. Mit ihrer übermütigen Zuspitzung ins Groteske leuchten metzner&schüchner tief in die bürgerliche Schmuddelecke, entlarven die Monströsität selbstermächtigter (Scharf)Richter - die der Tatort desktop derzeit epidemisch gebiert - und feiern gleichermassen die Fülle der künstlerischen Ausdrucksweisen  für eine neue Kultur des Kritisierens.in der zeitgenössischen Theaterlandschaft.
Eine tragikomische Hommage an deren Vielfalt nebst all ihren -aufklärerischen - Errungenschaften und ein aberwitziges Plädoyer für eine neue Kultur des Kritisierens.

Aufführungsrechte: Per H. Laucke-Verlag

www.mareile-metzner.de www.christoph-michael-schuechner.de



Do     22.11.      20 Uhr
Fr      23.11.      20 Uhr




                                                                                  
                                                  Foto: Stephan Thiel
                
DIE WOHLPRÄPARIERTE FRAU
oder The ultimate imitation of life
von Susanne Jansen

Regie: Stephan Thiel
Mit: Anna Bardorf, Susanne Jansen, Elena Weiß, Alexander Ernst

Das Bordbistro eines Hochgeschwindigkeitszugs - Halt auf freier Strecke - drei Frauen und ein Mann, der Musiker, Mitreisender und auch der Hund Wolfi ist...
Der Zug steht - keiner weiß warum, oder ob die Fahrt weitergeht. Was folgt ist ein rasanter, mitreißender, wortgewaltiger Theaterabend. Monologisch, dialogisch und chorisch ringen die drei Frauen um Ihre Würde im Kampf um Optimierung und Flexibilität, gegen die Wut auf‘s banale Leben, immer auf der Suche nach dem wahren Leben und der Schönheit des Moments. Der Text entfaltet einen poetischen Atem und kraftvollen Rhythmus. Mal nervös und fiebrig, dann wieder selbstironisch leicht, fast en-passant, berührend, sinnlich und vital agieren drei „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“- aber auch Frauen mit Nerven am Rande des Zusammenbruchs.

Diese Inszenierung wurde zum Friedrich-Luft-Preis 2016 nominiert. Der seit 1992 verliehene Theaterpreis würdigt jährlich die beste Berliner oder Potsdamer Theateraufführung.
 


 

Sa      24.11.     20 Uhr    
So      25.11.     20 Uhr






Blauhauch
DIE STIMME DER STILLE
(What silence has to say)
szenische Lesung auf Englisch/Deutsch/Französisch/Spanisch/Norwegisch/Portugiesisch
                                                                                             
Spiel/Texte: Sarah Alles, Laura Sophia Becker, Laura Frederico, Nicole Marischka,
                   Pamela Pantoja, Myriam Sebbah, Tiffany Tara Anderjaska,
                   Andrea Wasrud      
Regie/Konzeption/Text: Onimar Ame (Marion Bott)
Produzentin: Annette Corbett

Acht internationale Schauspielerinnen/Zirkusartistinnen lesen und performen ihr neues, von Träumen inspiriertes Theaterstück „Die Stimme der Stille“. Diese außergewöhnliche Geschichte, in der die Theatergruppe Blauhauch die verschiedenen Facetten weiblicher Sexualität erforscht - vom Missbrauch bis zur Ekstase - wurde von allen Frauen gemeinsam geschrieben. Acht Träume verschmolzen zu einem gemeinsamen Traum, in dem die Frauen nicht nur Frauen, sondern auch Männer, Kinder, Tiere und Objekte spielen.

Kurze Inhaltsangabe: Jill, eine vierzigjährige, überforderte Mutter und Geschäftsfrau schläft völlig überarbeitet ein und träumt, sie sei ein Mann, der unbedingt eine Frau werden will. Doch auch in der Realität weiß Jill nicht mehr, was es bedeutet eine Frau zu sein. Zu viele Aufgaben, zu viele Erwartungen, ein alkoholkranker Ehemann und letztendlich ein Burnout. Nachts begegnen ihr alle Traumsymbole, die ihr wortwörtlich die Stimme rauben. Seien es hundert angekettete Tiger, eine Feder, eine Mörderin oder ein 33km langes Pferde-Kabarett mit Ballerinas die rote Tutus tragen. Jill erlebt durch ihre Begegnungen eine Transformation, doch nicht nur sie...

Die Stimme der Stille stellt viele Fragen. Unter anderem: Was bedeutet es in der heutigen Gesellschaft eine sexualisierte Frau, Mutter, erfolgreiche Geschäftsfrau, Freundin, Tochter, Nachbarin zu sein? Was bedeutet es komplett „frei“ von irgendwelchen Erwartungen zu sein? Die Antworten finden wir in der Stimme der Stille, wenn die Antwort aus der Stille kommt.

Ein Abend, der die ZuschauerInnen in seinen Tagträumen noch lange besuchen wird!
 


 

Fr     30.11.      20 Uhr    Premiere
Sa    01.12.      20 Uhr
So    02.12.      20 Uhr





 

                                                   Collage: Artur Socha


SEHNSUCHT NACH DER SEHNSUCHT...
Bildnis einer dekadenten Seele.


Regie/ Dramaturgie: Katarzyna Makowska-Schumacher
Musik (Komposition): Bardo Henning
Musik (live-Spiel): Nabor Müller
Choreografische Unterstützung: Max Makowski
Bühne: Andre Putzmann
Kostüme: Liubov Miesch
Es spielen: Markus Braun (Ego) / Elias Arens (Alter Ego - Offstimme) / Hannah Prasse (Rot)
                 Martha Freier (Grün) / Kerstin Richter/ Elisabeth Taraba (Gelb) / Orlando Schiavone
                (Künstler 1) / Jochen Uth (Künstler 2)
Gesang: Kerstin Richter/ Elisabeth Taraba

Eine szenische Komposition mit Bildern, Musik, Sprache und Gesang, in deren Zentrum ein Schöpfer... ein Künstler... ein Dekadent steht, der sich selbst als „Summe aller menschlichen Seelen in zarathustrischer Freiheit“ schafft.
Inspiration für das Künstlerbildnis waren Künstler der Moderne: Edvard Munch, August Strindberg, Richard Dehmel, aber vor allem Stanislaw Przybyszewski, „der geniale Pole“, wie ihn August Strindberg nannte. Alle trafen sich in ihrer Berliner Stammkneipe „Zum schwarzen Ferkel“, ein Ort der künstlerischen Boheme zu damaliger Zeit.
Der Protagonist, hier symbolisch EGO genannt, ist eine Summe von dekadenten Zügen, die sowohl in der Biographie von Przybyszewski, als auch in seinen Literaturfiguren zu erkennen sind.
„Der traurige Satan“ wirkte damals ungemein belebend und anregend. Berlin, Paris, Krakau: die Städte seines Lebens. Nietzsche, Wagner, Schopenhauer: die Namen seiner Propheten. „L‘art pour l‘art“: sein künstlerisches Credo.

Wir begleiten den Protagonisten auf eine „Reise der Seele“, eine „Lebensmesse“, eine „Totenmesse“, um es mit Przybyszewskis Worten auszudrücken. Den Künstler, der nirgendwo beheimatet ist, treibt eine unendliche Sehnsucht nach der Sehnsucht an. Leid, Liebe, Ekstase und Abgrund sind seine Stationen.
Das Leben als Kunstwerk gestaltet, mag heute etwas pathetisch erscheinen. Aber treibt „die Sehnsucht nach der Sehnsucht“ die Künstler heute nicht genauso wie damals an?
Durch spezielle Lichttechnik, die allmählich die Szenen erscheinen und verschwinden lässt, entsteht eine Atmosphäre, die in den Bildern von E. Munch zu spüren ist.
Eine sinnliche Ästhetik inspiriert die Bühnengestaltung: es spielen Lichter, Formen, Farben und speziell angefertigte Kostüme. Bühnenfiguren sind durch Brüche, Neubeginn und Wiederholungen gekennzeichnet. Jede Figur und jede Szene hat ihre musikalischen Leitmotive, ergänzt von Variationen zu R. Wagner, R. Strauss, J. Offenbach, P. Lincke und Krakauer Volkstänze.
 


 
 


www.theateruntermdach-berlin.de