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Den gesamten Spielplan aller Berliner Bühnen finden Sie unter:
https://www.berlin-buehnen.de/de/spielplan/
 



Wer den Spielplan des TuD bekommen möchte, kann sich auch per mail (theateruntermdach(at)gmail.com) mit dem Betreff 'SPIELPLAN' bestellen' anmelden.




Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.


 

 
DEZEMBER 2018
 

 

Sa    01.12.      20 Uhr
So    02.12.      20 Uhr






                                                  
                                                
                                                  Collage: Artur Socha

SEHNSUCHT NACH DER SEHNSUCHT...
Bildnis einer dekadenten Seele.


Regie/ Dramaturgie: Katarzyna Makowska-Schumacher
Musik (Komposition): Bardo Henning
Choreografische Unterstützung: Max Makowski
Bühne: Andre Putzmann
Kostüme: Liubov Miesch
Es spielen: Markus Braun (Ego) / Hannah Prasse (Rot) / Martha Freier (Grün) /
                 Kerstin Richter/ Elisabeth Taraba (Gelb) / Orlando Schiavone
                (Künstler 1) / Jochen Uth (Künstler 2)
Gesang: Kerstin Richter/ Elisabeth Taraba

Eine szenische Komposition mit Bildern, Musik, Sprache und Gesang, in deren Zentrum ein Schöpfer... ein Künstler... ein Dekadent steht, der sich selbst als „Summe aller menschlichen Seelen in zarathustrischer Freiheit“ schafft.
Inspiration für das Künstlerbildnis waren Künstler der Moderne: Edvard Munch, August Strindberg, Richard Dehmel, aber vor allem Stanislaw Przybyszewski, „der geniale Pole“, wie ihn August Strindberg nannte. Alle trafen sich in ihrer Berliner Stammkneipe „Zum schwarzen Ferkel“, ein Ort der künstlerischen Boheme zu damaliger Zeit.
Der Protagonist, hier symbolisch EGO genannt, ist eine Summe von dekadenten Zügen, die sowohl in der Biographie von Przybyszewski, als auch in seinen Literaturfiguren zu erkennen sind.
„Der traurige Satan“ wirkte damals ungemein belebend und anregend. Berlin, Paris, Krakau: die Städte seines Lebens. Nietzsche, Wagner, Schopenhauer: die Namen seiner Propheten. „L‘art pour l‘art“: sein künstlerisches Credo.

Wir begleiten den Protagonisten auf eine „Reise der Seele“, eine „Lebensmesse“, eine „Totenmesse“, um es mit Przybyszewskis Worten auszudrücken. Den Künstler, der nirgendwo beheimatet ist, treibt eine unendliche Sehnsucht nach der Sehnsucht an. Leid, Liebe, Ekstase und Abgrund sind seine Stationen.
Das Leben als Kunstwerk gestaltet, mag heute etwas pathetisch erscheinen. Aber treibt „die Sehnsucht nach der Sehnsucht“ die Künstler heute nicht genauso wie damals an?
Durch spezielle Lichttechnik, die allmählich die Szenen erscheinen und verschwinden lässt, entsteht eine Atmosphäre, die in den Bildern von E. Munch zu spüren ist.
Eine sinnliche Ästhetik inspiriert die Bühnengestaltung: es spielen Lichter, Formen, Farben und speziell angefertigte Kostüme. Bühnenfiguren sind durch Brüche, Neubeginn und Wiederholungen gekennzeichnet. Jede Figur und jede Szene hat ihre musikalischen Leitmotive, ergänzt von Variationen zu R. Wagner, R. Strauss, J. Offenbach, P. Lincke und Krakauer Volkstänze.
 


 

Do     06.12.     20 Uhr







                                                      Foto: Stephan Thiel


VON DER LANGEN REISE AUF EINER HEUTE
ÜBERHAUPT NICHT MEHR WEITEN STRECKE

von Henriette Dushe

Regie: Stephan Thiel
mit: Franziska Hoffmann, Meda Gheorghiu-Banciu, Anja Lechle, Nadine Nollau, Elena Weiß

Eine Mutter trifft ihre vier Töchter viele Jahre nach der gemeinsamen Ausreise aus der DDR. In Rückblicken wird erzählt, wie sie damals mit Angst, aber auch mit großen Hoffnungen dem Neuanfang in Westen entgegenblickten. Sie ringen mit ihren bis heute andauernden Versuchen Träume und Ideale eines besseren Lebens mit der Realität in Einklang zu bringen.

Henriette Dushe betrachtet in ihrem Stück die aktuelle "Flüchtlingsdebatte" aus einer besonderen Perspektive: Auch Deutsche sollte wissen, was es heißt, ein Flüchtling zu sein. Während des 2. Weltkrieges und Ende der 80-er Jahre flüchteten Deutsche nach Deutschland
- und stießen dabei zum Teil auf heftige Ablehnung.
Was passiert, wenn Menschen mit unterschiedlicher Prägung lernen müssen miteinander zu leben? Wie kommt es, dass das Gefühl der Heimatlosigkeit und Fremdheit trotz Integration bestehen bleiben kann? Damals wie heute sind es die gleichen Fragen.
 


 

Fr     07.12.    20 Uhr




JAZZ AM HELMHOLTZPLATZ
zu Gast im Theater unterm Dach

"Schnee und Matsch"

mit: Silke Eberhard (sax)
       Maike Hilbig (bass)

Das außergewöhnliche Duo Silke Eberhard (sax) und Maike Hilbig (bass) werden im Dezember vielleicht etwas Schnee und Matsch unter den Schuhen haben, musikalisch wird es jedoch ein Abend mit Sonne, vorbeihuschenden Cirruswölkchen und Regenbögen.
Beide sind gestandene Musikerinnen mit ausgefeilten, hochanregenden Profilen, die im TuD etliche Eigenkompositionen präsentieren werden. Nicht zuletzt freuen wir uns darüber, dass sie an diesem Abend auch ihr neues Album präsentieren, das sie soeben herausgebracht haben. Die Zuhörer werden feststellen, dass bei dem durchweg erwärmenden Konzert der letzte Schnee unter der Schuhsohle in Windeseile geschmolzen sein wird. Bitte sommerliche Garderobe bereithalten, um zu starke Erhitzung zu vermeiden! 

Der Jazz ist zurück in Prenzlauer Berg!
Die Jazzinitiative „Jazz am Helmholtzplatz“ hat es sich zum Ziel gesetzt, den Jazz zurück in den Kiez zu holen und somit fußläufig erreichbare Jazzkonzerte zu organisieren.
Bisher gastierte die Initiative in einer Off-Bühne in der Schliemannstraße und in einem Wohnzimmer, bevor das TuD seine Türen öffnete.
Als Platz im Herzen  Berlins zieht der Helmholtzplatz Menschen aus der ganzen Welt an. Der Jazz steht für Lebens- und Gefühlsintensität, für Kommunikation über alle Grenzen und Anschauungen hinweg. Am Helmholtzplatz treffen sich sowohl engste Nachbarn als auch die ganze Welt, er ist zum einen ein realer Ort, zum anderen ein Sinnbild für weltumspannende Nachbarschaftlichkeit. „Jazz am Helmholtzplatz“ steht für lebendigen, kreativen, internationalen Jazz für alle Musikliebhaber, bespielt verschiedene Locations und präsentiert sowohl international bekannte Musikern als auch unentdeckte Talente.
 
Facebook:  Jazz am Helmholtzplatz

Eintritt: 10,- Euro, ermäßigt 8,- Euro
 


 

Sa     08.12.      20 Uhr

So     09.12.      20 Uhr

 


 

GEFALLE, DU SCHÖNE
von Amina Gusner
 

Idee/Textentwicklung/Regie: Amina Gusner
Ausstattung: Inken Gusner
mit: Inga Wolff, Franziska Kleinert,
       Pia Noll, Erika Mosoniy, Marie Sophie Rautenberg, Friederike Serr,
       Kateryna Shatsyllo, Anna Stock,  Lisa Stör

Auf der Basis von Interviewprotokollen mit Frauen heute entsteht inspiriert von Maxie Wanders Buch „Guten Morgen, du Schöne“ (1977) 40 Jahre später ein Theaterstück.

Amina Gusner verwebt diese Zeugnisse zu einer Textcollage und lässt Frauen erzählen, wie sie sich selbst sehen und wahrgenommen fühlen. Wer bin ICH und was bedeutet es heute, FRAU zu sein?

Eine Produktion von Amina Gusner in Koproduktion mit dem Theater unterm Dach.
Gefördert von der Heinz und Heide Dürrstiftung. 



Do      13.12.      20 Uhr  Premiere
Fr       14.12.      20 Uhr  im Anschluss an die Vorstellung
theaterscouting-Publikumsgespräch

Sa      15.12.      20 Uhr


 

 

 


                                                    
                                                    Foto: Enrico Kusnady

 

DRECK
von Robert Schneider
 

Regie/Ausstattung: Oleg Myrzak
Schauspiel: Timur Isik


Das Stück „Dreck“ von Robert Schneider stammt aus der Zeit, als die sogenannte
„Flüchtlingskrise“ nicht einmal vorstellbar war, genauso undenkbar war vor 25 Jahren die
Möglichkeit der Entstehung einer Partei, die mit offen ausländerfeindlichen und
menschenverachtenden Parolen in alle 16 Landtage der Bundesrepublik einzieht und in der laufenden Legislaturperiode im Bundestag bereits vertreten ist.

Sad ist Araber. Er ist illegal in Deutschland. Täglich muss er achtundfünfzig Lokale ablaufen und Rosen verkaufen, um sein Lebensunterhalt zu finanzieren, jede Nacht zwölf Kilometer. Dabei begegnet er jeden Tag Ausländerfeindlichkeit und Vorurteilen und der Kampf dagegen scheint so aussichtslos zu sein, dass Sad einen Teil von sich aufgibt: Seinen Stolz und seine Selbstachtung. In dem Elend, in dem er sich befindet, hat der andere Teil von ihm kaum eine Chance zu überleben. Trotzdem bricht sein wahrer Charakter manchmal durch.
 

http://www.theaterscoutings-berlin.de/programm/event/gespraechsrunde_zu_dreck_1230/

 


 

So      16.12.     20 Uhr





 

 


                                                  Foto: Roger Jahnke
MUSIKBÜHNE
FEELING GOOD _3
 

mit: Susanne Jansen (Vocal) und Ihren Musikern
       Guido Raschke (Piano) und Lutz Schlosser (Gitarre/Bass)

 

Inzwischen eine liebgewonnene Tradition – das Adventskonzert.

 

Susanne Jansen, ausdrucksstarke Sängerin und Vollblutschau-spielerin mit Gold und nötigenfalls auch dem passenden Quäntchen raueren Edelmetalls in der Stimme, lädt zum Konzert und einem musikalischen Perforceritt durch Ihr Favoritenrepertoire - Blues, Jazz, Chanson, Eigenwilliges, Selbstgetextetes .

Begleitet von den beiden großartigen Musikern Guido Raschke (Piano) und Lutz Schlosser (Gitarre/Bass).
 

Gänsehautfeeling garantiert!

 


 

Wir wünschen allen
ein frohes Weihnachtsfest
und einen guten Rutsch ins neue Jahr!





JANUAR 2018

 
 

Do     10.01.      20 Uhr     Premiere
Fr      11.01.      20 Uhr






                                                Foto: Johanna Hasse

 

DAS LANGE NACHSPIEL
EINER KURZEN MITTEILUNG

von Magne van den Berg

 

Regie: Johanna Hasse
Ausstattung: Francoise Hüsges

Licht: Thomas Schick
mit: Melissa Anna Schmidt, Thomas Georgi, Peter Johan, Marco Wittorf
 

Ein Mann, eine Frau, ein Freund und ein Liebhaber. Vier Freunde seit ewigen Zeiten. Jeder von ihnen hat seinen festen Platz. Bis eines Tages Jon zu Louise sagt: „Ich trage mich mit dem Gedanken, von hier wegzugehen.“ Plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich Jons Mitteilung unter den Freunden und setzt Dinge in Bewegung, die möglicherweise nie in Gang gekommen wären. Das gesamte Beziehungsgeflecht wird in Frage gestellt, bekommt Risse und Brüche.

Jons kurze Mitteilung löst eine Diskussion aus, die die gewohnten und zuverlässigen Freundschaftsstrukturen auf den Prüfstand stellt: Wer ist wirklich ein Freund und wer tut nur so? Und weil Jon scheinbar sich selbst gar nicht so sicher ist und widersprüchliche Angaben macht, wird das Ganze immer verworrener. Eine Emotionslawine aus Mutmaßungen, Verdächtigungen und Unterstellungen wird losgetreten, die alle bisherigen Gewohnheiten und Gewissheiten unter sich begräbt. Enttäuschte Hoffnungen, erloschene Liebe und nüchterne Gleichgültigkeit kommen zum Vorschein, und ein ganzes Gefüge zwischenmenschlicher Beziehungen gerät ins Wanken.

„Das lange Nachspiel einer kurzen Mitteilung“ rast im Sprach-Stakkato über die Gefühlsklaviatur. Kunstvoll und mit einem feinen Gespür für Komik und Tragik formt die niederländische Autorin Magne van den Berg die Dialoge zwischen ihren Figuren und lenkt den Blick auf die Fragilität unseres sozialen Miteinander. In den kurzen Dialogen werden die großen Fragen der Selbstfindung, von Liebe, Begehren Freundschaft, Eifersucht und Verlust sichtbar gemacht. Wie nah darf Nähe sein? Wann gefährdet sie die Freiheit? Wenn einer geht, was passiert mit denen, die bleiben?
 

Eine Koproduktion zwischen dem Theater unterm Dach Berlin und dem monsun.theater Hamburg. Gefördert von der Ilse und Dr. Horst Rusch Stiftung.
 


 

Sa      12.01.      20 Uhr
So      13.01.      20 Uhr
 

 






                                                
  Foto: Produktion

ROSA - TROTZ ALLEDEM

 

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“
August Bebel

Am 15. Januar 2019 jährt sich der Todestag von Rosa Luxemburg zu 100. Mal. Damals zerstörte der 1. Weltkrieg Europa und Rosa Luxemburg kämpfte für eine friedliche, gerechtere Welt. Als außerordentlich klarsichtige Analytikerin gesellschaftlicher Verhältnisse führte sie den Menschen die gravierende Kluft zwischen Arm und Reich vor Augen, sprach von „Kriegswirtschaft“ im Interesse des Kapitals, von „Meinungsmanipulation“. Ihr Ziel war eine antikapitalistische und freie Gesellschaft.

Ihr Name ist bekannt, doch wofür stand sie? Ihr Nachlass lässt ihr politisches Wirken, ihre flammenden Reden lebendig werden, aber auch ihre Situation als Frau und ihre stillen, privaten Momente, in denen sie erschöpft vom politischen Kampf innehielt: Ihre Liebe zur Ornithologie, zur Literatur, ihre Liebesbeziehungen und Freundschaften.

Rosa Luxemburgs Denken und Handeln wirkt in unsere Gegenwart hinein – in eine Zeit der „alternativen Fakten“, der politischen Unberechenbarkeiten, der gefühlten Ohnmacht in einer übermächtig-komplexen Welt.

Im Dialog zwischen Puppen, Puppenspieler und Schauspieler*innen werden Verbindungslinien zwischen damals und heute gezogen. Imaginäre Gespräche zwischen historischen und heutigen Figuren lassen wiederkehrende Muster und Machtstrukturen deutlich werden und legen die Zwiegespaltenheit der Menschen offen: Anpassung an das System oder politischer Kampf – privates Glück oder politischer Auftrag?
 

"Rosa – Trotz alledem" ist eine künstlerische Positionsbestimmung des eigenen Handelns, ergründet die Herrschaftsverhältnisse unserer Zeit und stellt mit Rosa Luxemburg die Frage nach Alternativen.


Kooperation mit: Theater unterm Dach Berlin, dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, `Uckermärkisches Nationaltheater - Kulturgut Metzelthin`
 

Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg
 


 

Di     15.01.    20 Uhr




JAZZ AM HELMHOLTZPLATZ
zu Gast im Theater unterm Dach

Der Jazz ist zurück in Prenzlauer Berg!
Die Jazzinitiative „Jazz am Helmholtzplatz“ hat es sich zum Ziel gesetzt, den Jazz zurück in den Kiez zu holen und somit fußläufig erreichbare Jazzkonzerte zu organisieren.
Bisher gastierte die Initiative in einer Off-Bühne in der Schliemannstraße und in einem Wohnzimmer, bevor das TuD seine Türen öffnete.
Als Platz im Herzen  Berlins zieht der Helmholtzplatz Menschen aus der ganzen Welt an. Der Jazz steht für Lebens- und Gefühlsintensität, für Kommunikation über alle Grenzen und Anschauungen hinweg. Am Helmholtzplatz treffen sich sowohl engste Nachbarn als auch die ganze Welt, er ist zum einen ein realer Ort, zum anderen ein Sinnbild für weltumspannende Nachbarschaftlichkeit. „Jazz am Helmholtzplatz“ steht für lebendigen, kreativen, internationalen Jazz für alle Musikliebhaber, bespielt verschiedene Locations und präsentiert sowohl international bekannte Musikern als auch unentdeckte Talente.
 
Facebook:  Jazz am Helmholtzplatz

Eintritt: 10,- Euro, ermäßigt 8,- Euro
 


 

Do      17.01.       20 Uhr
Fr       18.01.       20 Uhr zum letzten Mal






                                           Foto: Johanna Hasse

ZENIT
 

Regie: Johanna Hasse
Ausstattung: Martina Schulle

Licht: Thomas Schick

mit: Iduna Hegen, MelissaAnna Schmidt 

 

In ZENIT treffen zwei Schauspielerinnen aus unterschiedlichen Generationen aufeinander, die über ihr Leben, ihre Wünsche und Hoffnungen zwischen Selbstverwirklichung und Existenzsicherung sprechen. Träume werden zwischen diesen Polen geboren und zerrieben. Der Zenit verschiebt sich mit jedem
neuen Lebensabschnitt, mit jedem Jobangebot und mit jedem Karriereknick.

ZENIT ist eine Recherche mit Texten, Musik und akrobatischen Sprachübungen. Ein Abend über Erfolge, Niederlagen und Neuanfänge in Zeiten von maximaler Wettbewerbsfähigkeit. Ein Spiel um perfekte Selbstoptimierung und ultimative Selbstausbeutung im kollektiven Trainingscamp.
 


 

Sa     19.01.     20 Uhr
So     20.01.     20 Uhr






 

                                        Foto: Parktheater Edelbruch

Parktheater Edelbruch
ZWANGSVORSTELLUNG
frei nach Liesl Karlstadt und Karl Valentin
 

Regie: Alberto Fortuzzi
Ausstattung: Gesine Finder
mit: Kristin Giertler, Thomas Kornmann
 

Alberto Fortuzzi widmet sich in seiner Inszenierung dem oft ins Absurde gesteigerten valentinischen Humor. In einer Szenen-Collage führt er verschiedene Kunstfiguren Karl Valentins und Liesl Karlstadts zusammen. Die engagierte Radiomoderatorin, der wortgewandte Professor, das eingespielte Ehepaar, der begriffsstutzige Handwerker mit seinem beflissenem Lehrling, sie alle versuchen die Hürden des Alltags zu meistern und müssen sich mit ihrer eigenen Engstirnigkeit auseinandersetzen. Dass sich die Figuren dabei in den eigenen gedanklichen Fallstricken verfangen, macht sie so menschlich und liebenswert. Ein unvorhergesehener Theaterbesuch lässt sie schließlich gar vollends „närrisch“ werden.
 

Kristin Giertler und Thomas Kornmann schlüpfen in die skurrilen, tragikomischen Charaktere. Dabei ergehen sie sich, ohne den bayrischen Dialekt zu bedienen, in verquerer Logik und Wortverdrehungen.

Ein Abend voller Alltagspoesie.

 


 

Do      24.01.      20 Uhr 
Fr       25.01.      20 Uhr

 

 

 

 

 



                                                    
                                                    Foto: Enrico Kusnady

 

DRECK
von Robert Schneider
 

Regie/Ausstattung: Oleg Mirzak
Schauspiel: Timur Isik


Das Stück „Dreck“ von Robert Schneider stammt aus der Zeit, als die sogenannte
„Flüchtlingskrise“ nicht einmal vorstellbar war, genauso undenkbar war vor 25 Jahren die
Möglichkeit der Entstehung einer Partei, die mit offen ausländerfeindlichen und
menschenverachtenden Parolen in alle 16 Landtage der Bundesrepublik einzieht und in der laufenden Legislaturperiode im Bundestag bereits vertreten ist.

Sad ist Araber. Er ist illegal in Deutschland. Täglich muss er achtundfünfzig Lokale ablaufen und Rosen verkaufen, um sein Lebensunterhalt zu finanzieren, jede Nacht zwölf Kilometer. Dabei begegnet er jeden Tag Ausländerfeindlichkeit und Vorurteilen und der Kampf dagegen scheint so aussichtslos zu sein, dass Sad einen Teil von sich aufgibt: Seinen Stolz und seine Selbstachtung. In dem Elend, in dem er sich befindet, hat der andere Teil von ihm kaum eine Chance zu überleben. Trotzdem bricht sein wahrer Charakter manchmal durch.
 


 

Sa      26.01.      20 Uhr    
So      27.01.      20 Uhr






                                                Foto: Johanna Hasse

 

DAS LANGE NACHSPIEL EINER KURZEN MITTEILUNG
von Magne van den Berg 

Regie: Johanna Hasse
Ausstattung: Francoise Hüsges

Licht: Thomas Schick
mit: Melissa Anna Schmidt, Thomas Georgi, Peter Johan, Marco Wittorf
 

Ein Mann, eine Frau, ein Freund und ein Liebhaber. Vier Freunde seit ewigen Zeiten. Jeder von ihnen hat seinen festen Platz. Bis eines Tages Jon zu Louise sagt: „Ich trage mich mit dem Gedanken, von hier wegzugehen.“ Plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich Jons Mitteilung unter den Freunden und setzt Dinge in Bewegung, die möglicherweise nie in Gang gekommen wären. Das gesamte Beziehungsgeflecht wird in Frage gestellt, bekommt Risse und Brüche.

Jons kurze Mitteilung löst eine Diskussion aus, die die gewohnten und zuverlässigen Freundschaftsstrukturen auf den Prüfstand stellt: Wer ist wirklich ein Freund und wer tut nur so? Und weil Jon scheinbar sich selbst gar nicht so sicher ist und widersprüchliche Angaben macht, wird das Ganze immer verworrener. Eine Emotionslawine aus Mutmaßungen, Verdächtigungen und Unterstellungen wird losgetreten, die alle bisherigen Gewohnheiten und Gewissheiten unter sich begräbt. Enttäuschte Hoffnungen, erloschene Liebe und nüchterne Gleichgültigkeit kommen zum Vorschein, und ein ganzes Gefüge zwischenmenschlicher Beziehungen gerät ins Wanken.

„Das lange Nachspiel einer kurzen Mitteilung“ rast im Sprach-Stakkato über die Gefühlsklaviatur. Kunstvoll und mit einem feinen Gespür für Komik und Tragik formt die niederländische Autorin Magne van den Berg die Dialoge zwischen ihren Figuren und lenkt den Blick auf die Fragilität unseres sozialen Miteinander. In den kurzen Dialogen werden die großen Fragen der Selbstfindung, von Liebe, Begehren Freundschaft, Eifersucht und Verlust sichtbar gemacht. Wie nah darf Nähe sein? Wann gefährdet sie die Freiheit? Wenn einer geht, was passiert mit denen, die bleiben?
 

Eine Koproduktion zwischen dem Theater unterm Dach Berlin und dem monsun.theater Hamburg. Gefördert von der Ilse und Dr. Horst Rusch Stiftung.
 


 

Do      31.01. Gastspiel
Fr       01.02.





                                                 
                                                     Foto: Eric Jacob

 

ZWEI FRAUEN
von Diana Beate Hellmann

Eine szenische Lesung für zwei Schauspielerinnen und einen Musiker mit anschließendem Zuschauergespräch.

Regie: Rene Rothe
Dramaturgie: Angelika Bosse
Musik: Christian Stoltz

Regieass. Eric Jacob
mit: Karina Schiwietz, Rike Wagner
 

Für die junge Balletttänzerin Eva Martin bricht die Welt zusammen, als sie die Diagnose erfährt: Krebs!
In der Strahlenklinik muss sie das Zimmer mit einer jungen Frau teilen, die in allem ihr Gegenbild zu sein scheint: frech, selbstbewusst und ungebildet. Aber dann beginnt eine Freundschaft von ungewöhnlicher Tiefe.

„Authentisch bis in die Details und mit atemberaubender psychologischer Spannung durchleuchtet dieser Roman alle Phasen einer Krebserkrankung und -therapie. Er enthält Einsichten über die Entstehung und den Umgang mit dieser Krankheit, die in dieser Schärfe nie zuvor artikuliert wurden.“
© Bastei Lübbe AG, Köln

Unterstützt von der Sparda-Bank Berlin eG
 


 


www.theateruntermdach-berlin.de