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kollegen & gühne

Eislaufen Collage aus Texten von Inge Müller 

 

Spiel: Helene Grass, André Kudella, Annett Sawallisch 
Regie/Ausstattung: Lina Antje Gühne
Musik: Harald Blüchel
Dramaturgie: Karolin Nedelmann
Premiere: 18. Februar 2010


Sie gilt vor allem als faszinierende Lyrikerin: Inge Müller, die früh starb und deren Werk nur in Auszügen vorliegt. Doch sie ist mehr.
Die Texte Inge Müllers spiegeln ihren bewegenden Lebensweg, das Gesamtwerk birgt einen unerwarteten Textschatz: Erzählungen, Theaterstücke, Hörspiele, Romanfragmente und ihre Gedichte.
Da sind sketchartige Szenen, stürzende Zeilen, alltägliche Beobachtungen, schlagfertige Kommentare, dichte Bilder, komische Dialoge und einsame Stimmen.
Leben und Werk erzählen die unbedingte Sehnsucht nach dem ganzen Leben, ihre Sucht und Suche nach Arbeit, Liebe, Rausch und Intensität berühren.
Inge Müller: impulsiv und streng gegen sich selbst, klug und kämpferisch, attraktiv und fürsorglich, immer tätig und immer denkend und immer schreibend.
Zerrissen zwischen Lebenslust und Selbstzweifeln, fasziniert ihre Sehnsucht und Konsequenz.
Kollegen & Gühne begeben sich auf Spurensuche: eine collageartige Annäherung an die Dichterin, an ihr Werk und an ihre Zeit.
 

 

hardt attacks
Dies ist kein Liebeslied nach Karen Duve

Regie: Wenke Hardt
Ausstattung: Alexander Schulz
Spiel: Claudia Wiedemer, Daniela Holtz
Premiere: 12. Dezember 2009

„Mit sieben Jahren schwor ich, niemals zu lieben. Mit achtzehn tat ich es trotzdem. Es war genauso schlimm, wie ich befürchtet hatte.“

Taxifahrerin Anne macht sich auf den Weg nach London, um ihre unerwiderte große Liebe ein letztes Mal zu sehen. Sie hofft auf Erlösung – wie auch immer diese aussehen mag. Ihre Reise wird zu einer Spurensuche nach sich selbst.
Anne erinnert sich an ihre ersten Schritte in der Liebe, die Demütigungen des Sportunterrichts und durch ihre Familie, an ihre zahlreichen Diäten, an Angepasstheit und an schlechten Sex – kurz: An ihre Leiden im „haifischverseuchten Ozean des Lebens“.
Ein Leben an dem sie bis jetzt wenig Erfreuliches finden kann – außer Taxifahren und dem Vergnügen, im Café, vor den neidischen Augen diätgestählter schlanker Damen, vier Stücke Schokoladentorte in sich hinein zu stopfen.
Ein berührend komischer Kampf um sich selbst, der immer wieder durch die Suche nach äusserer Anerkennung verstellt wird.

 


 

HOR-Künstlerkollektiv

Am Anfang heiß ich Ende
Ein fantastisches visuelles Hörtheater mit Texten von Michael Ende

"Ich bitte dich lege dein Ohr dicht an meinen Mund, wie fern du mir auch sein magst , jetzt noch oder immer. Anders kann ich mich dir nicht verständlich machen..."

Mitwirkende:
Juliane Werner (E-Bass + Sprache)
Astrid Rashed (Violine + Sprache )
Roman Leitner-Shamov (Percussion + Sprache)
Gabriele Nagel (Video + Raum)
Premiere: Freitag, 18. September 2009

Leere. Riesenhafte, sich ständig wandelnde Gebäude. Ein Wartesaal. Ein endloser Schiffsmast. Eine Labyrinthstadt. Eine obskure Insel. Ein zugefrorener Himmel...
Geschichten, die sich zwischen den Leben abspielen, auf, unter und über der Welt, am Anfang und am Ende des Seins, danach und davor...
Der Mensch sieht sich ausweglosen Situationen gegenüber, sehnt sich nach Antwort auf seine Fragen, sucht nach Erlösung.
Wer bin ich? Was hält die Welt zusammen?

Die Geschichten führen in ein Labyrinth hinter der realen Welt, ein verschlungenes Wegsystem durch das Unterbewusste.

Eine Reise in die fantastische Welt unbekannter Texte Michael Endes, der dieses Jahr 80 Jahre alt geworden wäre.

 

Eine Koproduktion von HOR-Künstlerkollektiv mit dem Theater unterm Dach und dramagraz.

 


 

Rosa - „Ich war, ich bin, ich werde sein.“


Regie & Konzeption: Anja Gronau
Spiel: Katharina Eckerfeld, Renate Regel, Martina Schiesser
Bühne: Mi Ander
Kostüm: Olaf Habelmann
Dramaturgieass.: Claudia Drenda
Regieassistenz: Julia Pohl
Produktion: Björn Pätz
Premiere: 12. März 2009


Rosa Luxemburgs kompromisslos idealistische Haltung kostete sie durch ein bis heute undurchsichtiges Attentat in Berlin das Leben. Die Luxemburg hatte ein ehrgeiziges Programm für einen Menschen, dem viele Steine in den Weg gelegt waren – sie war eine Frau, sie galt als Ausländerin, sie war Jüdin, sie war klein, sie hinkte – und der sonst nicht mehr besaß als einen scharfen Verstand, ein leidenschaftliches Temperament und einen überscharfen Sinn für soziale Gerechtigkeit.
Rosa prägte ihr Profil als radikale Antimilitaristin, die sich gegen Nationalismus aussprach, und jede Ideologie – auch die marxistische – immer kritisch hinterfragte und sich keiner Parteidoktrin unterwarf.

Neunzig Jahre nach der Ermordung der sozialistischen Kämpferin, einen Theaterabend schaffen, der mit allen Widersprüchen der Persönlichkeit die Konstanten des Kampfes um politische Ideale und die Suche nach neuen Wegen zur sozialen Gerechtigkeit verhandelt.

Nach der „Trilogie der klassischen Mädchen" (Käthe / Johanna / Grete) vollendet die Regisseurin Anja Gronau nun mit ROSA – „Ich war, ich bin, ich werde sein“ ihre „Trilogie der starken Frauen", in der jeweils drei Schauspielerinnen eine reale, epochale Persönlichkeit im politischen Raum des 20. Jahrhunderts erspielen (bisher entstanden dazu: LENI – eine Riefenstahl Subjektive und FRIDA [KAHLO] - "Farbiges Band um eine Bombe.").

„Wenn ich mir eine Aussage für den Abend ROSA wünsche, dann wäre diese erreicht, wenn wir die von Luxemburg als Substanz des Humanismus verstandenen Begriffe des Sozialen und der Solidarität aus der gegenwärtigen Herabwürdigung befreien können.“ (Anja Gronau)

 

Eine Koproduktion von Anja Gronau
mit dem Theater unterm Dach - Berlin, FFT - Düsseldorf, Lofft - Leipzig

 



Keine Palmen. Keine Löwen. Keine Affen.

Text / Spiel: Yvette Coetzee
Regie: Anne Hirth
Ausstattung: Alexandra Süßmilch
Sound Design: Mathias Klütz
Licht / Technik: Oliver Szewc

Als „Weiße" in Afrika geboren, wird man beim Blättern durch das Familienalbum mit der eigenen Familiengeschichte konfrontiert. Auf der Suche nach Wahrheit, stellt sich die Frage, nach Klischees und der eigenen Verantwortung und dem Umgang mit diesem schwierigen Erbe.

In den anekdotisch privat erscheinenden kleinen Begebenheiten entwickelt sich eine Migrations-Familiengeschichte über vier Generationen hinweg, in der sich plötzlich ein Jahrhundert Weltpolitik spiegelt. Die Familiengeschichte reicht von der hierzulande fast vergessenen kurzen Zeitspanne deutscher Kolonisation in Afrika, über das aus der Ferne erlebte Dritte Reich, bis zu den heutigen ‚boat-people', die von Afrika aus die europäischen Küsten zu erreichen versuchen.

"Das ist eine kraftvolle und zeitgemäße Inszenierung, die neue Wege für die Entwicklung eines Dialogs zwischen Deutschland und Namibia beschreitet." - Prof. Peter Katjavivi, Namibischer Botschafter in Berlin 2006 – 2008
 


okapi-productions
Unter der Gürtellinie von Richard Dresser  

Deutsch von Peter Stephan Jungk

 

Regie / Bühne / Schnitt: Ingrun Aran

Spiel: Victoria Pickett, Ralf Göhner, Thomas Lehmann

Dramaturgie: Grit van Dyk

Kamera: Andy Kaiser

Animation: Tarik Schirmer

Musik: Helmut Mittermaier

Regieassistenz: Anne Kulbatzki

Premiere: 11. Juni 2009


Der Produktionsprüfer Dobbit (Ralf Göhner) tritt irgendwo am Rande der Zivilisation in einer Fabrik, wo pro Tag 20.911 Einheiten von etwas hergestellt werden, was nie identifiziert wird, eine neue Stelle an.

Von seinem Kollegen Hanrahan (Thomas Lehmann) und der Abteilungsleiterin Merkin (Victoria Pickett) wird er sofort in ein undurchsichtiges perfides Spiel eingebunden. Was zunächst nur nach einfachen Positionskämpfen innerhalb einer strukturierten Hierarchie aussieht entwickelt sich jedoch schnell zum Sog in einen Abgrund, aus Egoismus, Ordnungszwang, Angst und Verletzung. Zwielichtige Koalitionen entstehen, forcieren taktische Jovialität, zerstören Privatsphären und verleumden ehrliche Sehnsüchte.

Der US-amerikanische Dramatiker Richard Dresser hat sein Stück „Unter der Gürtellinie“, das der Tradition des Absurden Theaters Ionescos und Becketts nahe steht, vor genau 11 Jahren verfasst. Doch dieser zornige Text über die Dynamik der Macht, den Kapitalismus und seine zerstörerische Wirkung auf das Individuum ist gerade heute in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise hochaktuell.

"Eben. Heutzutage, ohne Firma, da ist man doch so gut wie tot.“

 

 
Trilogie der klassischen Mädchen
Käthe nach Kleists "Das Käthchen von Heilbronn"

es spielt: Claudia Wiedemer
Regie: Anja Gronau

KÄTHE entstand anlässlich von DIE WÜSTE LEBT, das Festival junger Regisseure und Schauspieler, und wurde mit Unterstützung der Kulturbehörde der Freien Hansestadt Hamburg an den Hamburger Kammerspielen uraufgeführt.
"Ist niemand da! Ist niemand da!" gellen die Rufe. Allein rennt das Mädchen mit einem von Haut und Rippen freigelegten, großen schlagenden Herzen über die dunkle Bühne. - Es ist niemand da und dass noch jemand kommt, ist unwahrscheinlich. Anwesend sind allein Traum, Glaube, Liebe und Käthe. "Käthe" ist ein Abend für eine Schauspielerin, basierend auf Kleists "Das Käthchen von Heilbronn".
 

 
Trilogie der klassischen Mädchen
Johanna nach Schillers "Die Jungfrau von Orleans"

es spielt: Claudia Wiedemer
Regie: Anja Gronau
künstlerische Mitarbeit: Marcel Luxinger
Regieass. / Dramaturgie: Claudia Drenda
Premiere: 19. Juni 2003

Die im Februar 2004 zu IMPULSE (bedeutendstes Festival für Freies Theater im deutschsprachigen Raum) eingeladene Inszenierung von Anja Gronau kommt hiermit wieder zurück auf unsere Bühne und das gleich in zweifacher "Ausführung".
Claudia Wiedemer, Katrin Hylla spielen den Monolog alternierend. Beide Schauspielerinnen tragen auf unterschiedliche Weise die Intention dieser Inszenierung. Ein ungewöhnlicher und zugleich spannender Vorgang, an dem wir die Zuschauer teilhaben lassen möchten und sie herzlich einladen, sich die beiden Versionen anzuschauen:
Schillers Die Jungfrau von Orleans bietet die Vorlage zur Aufarbeitung des Stoffes. Die Inszenierung greift den Mythos der Jeanne D'Arc auf und entdeckt in wunderbarer Symbolik, aus der Sicht eines ungestümen Kindes, das reinen Herzens von seiner Aufgabe durchdrungen ist, die Geschichte einer gegenwärtigen Johanna.
 

 
Trilogie der klassischen Mädchen
Grete nach Goethes "Faust"

es spielt: Claudia Wiedemer
Regie: Anja Gronau
Regieassistenz: Nora Otte
künstlerische Mitarbeit: Marcel Luxinger
Premiere: 24. Juni 2004

Mit der Premiere von GRETE vollenden die Regisseurin Anja Gronau und die Spielerin Claudia Wiedemer ihre Trilogie der klassischen Mädchen: KÄTHE, JOHANNA, GRETE - drei junge Mädchen, vierzehn-, fünfzehnjährig, getrieben vom Furor des Erwachsen-wer-dens, vom jugendlichen Willen zum Ganz-oder-gar-nicht. Käthe von Heilbronn, Johanna von Orleans, Grete aus der deutschen Kleinstadt - alle drei geben sich bedingungslos einer Leidenschaft hin, die ihre Welt von Grund auf verändert...

Blond bezopft und einfältige Verse säuselnd - so ist das deutsche Gretchen allen vertraut, als Opfer männlicher Rücksichtslosigkeit. Anja Gronau und Claudia Wiedemer geben dem Gretchen einen Abend, ohne Rücksicht auf Faust.
Zerscheitern und zu Grunde gehen - diese Unbedingtheit im Handeln, nicht nur alle Schranken der bürgerlichen Existenz, sondern alle Bedingungen des Lebens selbst hinter sich zu lassen, formuliert Faust. Gretchen handelt danach.
Mit ihrem Blick hinter die Kulissen untersuchen Anja Gronau und Claudia Wiedemer, welche Möglichkeiten der heutigen Aneignung diese Frauenfigur zwischen Hingabe und Auflehnung, jenseits des Klischees vom blondzopfigen Mädchen bietet.
 

 
Kaspar Häuser Meer von Felicia Zeller
Spiel: Tilla Kratochwil, Nadja Petri, Gabi Völsch
Regie: Stephan Thiel
Bühne: Wolfgang Menardi
Assistenz: Julia Pohl
Premiere: 27. November 2008

KASPAR HÄUSER MEER zeigt Szenen aus dem Alltag dreier Sozialarbeiterinnen eines Jugendamtes zwischen Hoffnung und Resignation. Das Stück greift Themen auf, über die man jeden Tag in der Zeitung lesen kann: Verwahrlosung von Kindern, vermüllte Wohnungen, überforderte Eltern – und es stellt dabei Menschen in den Mittelpunkt, die eigentlich helfen sollten, aber selber zu Opfern des Sozialstaatalltags geworden sind.
Felicia Zeller hat nach langen Recherchen eine überhöhte und groteske Innenansicht unserer Sozialbehörden entworfen und schafft es gerade durch die Überspitzung, ein sehr treffendes Bild unserer Gesellschaft zu zeichnen.
 

 
Die Frau von Jules und Jim
Ein Soloabend frei nach Henri-Pierre Roché und Francois Truffaut

Spiel: Tilla Kratochwil
Regie: Stephan Thiel
Premiere: 21. Februar 2008

Mein Leben soll ein Roman werden!

Jeder von uns möchte ein interessantes und aufregendes Leben führen. Berühmt zu sein, ist heutzutage geradezu eine Sucht: Menschen treten in Talkshows auf, veröffentlichen mit dreißig ihre „Biographien“. Sie werden mit einem Film, einer Platte oder auch nur einem einzigen Song berühmt. Wobei diese Berühmtheit sich auf die Anwesenheit von Paparazzi, sowie das Erscheinen in möglichst vielen Zeitungen gründet...

In dem 1953 von Henri-Pierre Roché geschriebenen Roman „Jules und Jim“, der durch den gleichnamigen Film von Francois Truffaut im Jahr 1962 Berühmtheit erlangte, geht es um seine Freundschaft zu dem Berliner Dichter Franz Hessel und beider Liebe zu Helen Grund, später Helen Hessel.
Helen Hessel, im Roman Kathe, ist berühmt geworden durch gelebtes Leben. Es ging ihr immer um Menschen, um Wahrhaftigkeit und existentielle Gefühle.

Was macht wahren Ruhm aus? Tilla Kratochwil und Stephan Thiel begeben sich gemeinsam auf Erkundung und Entdeckung.
 

 
Kollegen & Gühne
Danach : Wie Robinson!?

Regie/Ausstattung: Lina Antje Gühne
Spiel: Helene Grass, André Kudella 
Vorleserin: Karolin Nedelmann
Musik: Harald Blüchel
Fassung: Gerhard Meister
Dramaturgie: Karolin Nedelmann
Premiere: 8. Mai 2009

Wie ist denn die Welt so ohne uns? Nach der Katastrophe? Was bleibt übrig? Was ist mit dem Lärm? Mit der Gewalt? Mit der Liebe?
Arno Schmidts letzter Mensch ist mit dem Fahrrad in der Lüneburger Heide unterwegs und sich selbst einzige Gesellschaft.
„Mailicher Regen: ich saß darin gelassen wie ein Stein.“
Auf der Bühne erwacht der einsame Held aus Arno Schmidts Kurzroman „Schwarze Spiegel“ zu abstruser Vielstimmigkeit: Drei Spieler streiten, belauern und verbünden sich, wechseln unvermittelt Situationen und Stimmungen. Schmidts Sprache ist schnell und traurig, komisch und überraschend romantisch – Prosa, die man ruhig mal laut sagen kann.

Mit freundlicher Unterstützung der Arno-Schmidt-Stiftung.

 

 

Ödipus' Klage von Tobias Schwartz
Szenische Lesung

Mit: Anna Graenzer, Theresa Henning, Holger Bülow, Mario Freivogel

Ödipus hat den Mythos hinter sich gelassen und lebt im Heute! Hier trifft er widerwillig auf einen Freud, der nicht mehr nur sein Interpret, sondern sein realer Therapeut sein will.
Das Stück Ödipus' Klage des Berliner Schriftstellers Tobias Schwartz bewegt sich zwischen Diskurs und Drama, modifiziert die Inzest-Thematik des Sophokleischen Stoffes und kombiniert diesen parodistisch mit der klassischen Grundsituation der Psychoanalyse: Depressiv liegt der Anti-Held bei seinem Therapeuten auf der Couch, träumt von Antigone und Iokaste. Aus seinem diffusen Unbewussten erwächst die Klage, die aus dem aussichtslosen Kampf einer Figur gegen einen Diskurs, dem aussichtslosen Kampf eines Individuums gegen die Determinierung resultiert. Doch Freuds Bemühungen bleiben nicht fruchtlos, Abgründe tun sich auf.

Vor der szenischen Lesung liest der Autor Passagen aus seinem neuen (unveröffentlichten) Roman „Landkrank“, die mit der Ödipusthematik korrelieren.

 


 

unitedOFFproductions
Offenbarung 2.0

mit: David Jeker, Mikel Ulfik, Marco Wittorf
Regie, Bühne: Dieter Krokauer
Dramaturgie: Henriette Dushe
Texte: Dushe, Jeker, Krockauer, Ulfik, Wittdorf
Produktion: Frauke Luther
Management: Mirca Preißler
Berlin-Premiere: 01. April 2009
 
„Wahrscheinlich wird man in ferner Zukunft, wenn unsere Zeit historisch betrachtet wird, weniger über Technologien wie Internet oder Mobiltelefone sprechen, als über die gewaltige Umwälzung, die im Bereich des menschlichen Verhaltens geschehen musste. Zum ersten Mal steht eine wachsende Zahl von Menschen vor echter Wahlfreiheit und muss lernen, sich selbstverantwortlich zu managen!“

Drei Männer. Längst nicht mehr jung und noch lange nicht alt. Nach den jüngsten Enttäuschungen radikaler Hoffnungen vorübergehend wohnungslos, insolvent, strukturschwach. Mittendrin war gestern und wird so schnell nicht wieder. Hin- und hergeschleudert zwischen Kaufkraft und Kaufschwäche, zwischen freudig-optimistischem Aufbruch und lähmender Stagnation, leisten sie ihren ganz persönlichen Offenbarungseid: Was es heißt, durch zu kommen. In einer großen Stadt. In einem eigentlich reichen Land. In einer Gesellschaft, die keine Gemeinschaft sein will. In einer Zeit, in der Lohnerwerb einem Lotteriegewinn gleich kommt und sich Mündigkeit in Kaufkraft erschöpft. Inmitten der multiplizierten Kraft abstrakter Zahlen, die den Einzelnen zur Unerheblichkeit verurteilt.

OFFENBARUNG 2.0 ist der zweite von drei Teilen der thematischen Reihe <Megastadt–Großstadt–Tote Stadt>, bei der unitedOFFproductions den Fokus auf die Lebensentwürfe von Menschen richtet, die sich trotzig und stolz in den sich durch Arbeitslosigkeit, ungerechter Einkommensverteilung und Globalisierung wandelnden Stadtlandschaften behaupten.

 

Eine Produktion von unitedOFFproductions in Koproduktion mit:

Forum Freies Theater (FFT) Düsseldorf, Commedia Futura/Eisfabrik Hannover, Schaubühne Lindenfels Leipzig,
Gefördert von:
Land Niedersachsen, Stiftung Nord/LB-Öffentliche Braunschweig, Niedersächsische Lottostiftung

 


 

unitedOFFproductions
Lockruf der Wildnis
 
mit: David Jeker, Mikel Ulfik, Marco Wittorf
Regie, Bühne: Dieter Krokauer
Management: Mirca Preißler
Berlin-Premiere: 20. Mai 2010
 

Drei Männer um die vierzig verlassen die Großstadt: raus aus dem hektischen Leben, weg vom täglichen Zwang zur Existenzsicherung. Irgendwo da draußen soll es viel PLatz geben, das wissen sie aus den Medien. Sie landen in einem völlig fremd anmutenden Land, mitten in der deutschen Provinz, mitten in idyllischster Natur. Auf einem ehemaligen Campingplatz in einer schrumpfenden , vom Aussterben bedrohten Kleinstadt schlagen sie ihre Zelte auf. Nach und nach lernen sie den Rest der heimischen Bevölkerung - allesamt überflüssige Bewohner einer überflüssigen Region - kennen und entscheiden sich schließlich länger zu bleiben als geplant.

LOCKRUF DER WILDNIS fokussiert auf tragisch-komische und sehr musikalische Weise die Befindlichkeit von Menschen und Gegenden, die sich im Zuge von Arbeitslosigkeit, demografischen Wandel und Globalisierung radikal verändern, und wagt mitten im Niemandsland Ausblicke in die Zukunft. 

 

Eine Produktion von unitedOFFproductions in Koproduktion mit:

Commedia Futura/Eisfabrik Hannover, Forum Freies Theater (FFT) Düsseldorf, Schaubühne Lindenfels Leipzig, Theater unterm Dach Berlin 

Gefördert von:
Land Niedersachsen, Stiftung Niedersachsen, Fonds Darstellende Künste e.V. 

 


 
Schwestern von Theo Franzs

Spiel: Sanam Afrashteh, Kim Pfeiffer

Regie: Theo Fransz

Bühne / Kostüm: Frauke Bischinger
 

Schwestern streiten und lachen, spielen und träumen miteinander. Sie verschwören sich
gegen den Rest der Welt und sind füreinander da. Zus und Mathilde sind zwei ganz normale Schwestern - bis zu dem Tag, an dem etwas Unvorstellbares geschieht und alles ändert.
"Schwestern" erzählt von Liebe und Freundschaft, von Erinnerung, vom Abschiednehmen
und von der Einmaligkeit einer Schwesternliebe. Es ist eine temporeiche Produktion mit
Musik und Tanz. Mit spielerischer Heiterkeit geht das einfühlsame Drama an ernste
Themen.

 


 


 




www.theateruntermdach-berlin.de