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Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.

 


 
 

September 2016
 
 

Do     01.09.         20 Uhr
Fr      02.09.         20 Uhr
Sa     03.09.         20 Uhr

 

Gespräch ohne Zeugen  
von Sofija Prokofjewa
aus dem Russischen von Peter Friedrich

Regie:              Frank Strobel
Spiel:               Franziska Hering, Axel Poike

 

Erzählt wird die Geschichte eines Misstrauens, einer Angst im sowjetischen Alltag der
achtziger Jahre bis hinein in die persönlichsten Beziehungen.

 
Ein Wissenschaftler, der vor Jahren seine Frau verließ, dringt in die ehemals gemeinsame
Wohnung ein und erzwingt eine Aussprache mit seiner geschiedenen Frau. In einem heftigen
Disput wird die Geschichte ihrer gescheiterten Ehe erkennbar; er gesteht den Verlust aller
Lebensziele, während sie, die den inzwischen siebenjährigen Sohn großzog, in einer neuen
Beziehung an Selbstvertrauen gewonnen hat.

Eine offene Zweierbeziehung im psychologisch differenzierten Kammerspiel.                           
 


 

So     04.09.         20 Uhr
 

 

GRETE

nach Goethes Faust
                                                                      
Spiel:                    Claudia Wiedemer

Regie:                   Anja Gronau

Künstl. Mitarbeit:  Marcel Luxinger

                                              

Blond bezopft und einfältige Verse säuselnd – so ist das deutsche Gretchen allen vertraut, als Opfer männlicher Rücksichtslosigkeit.
Mit ihrem Perspektivwechsel auf die Figur der Grete zeigen Anja Gronau und Claudia Wiedemer, welche Möglichkeiten der heutigen Aneignung diese Frauenfigur zwischen Hingabe und Auflehnung, jenseits des Klischees vom blond zopfigen Mädchen bietet. Sie geben dem Gretchen einen Abend, ohne Rücksicht auf Faust.

Grete (Claudia Wiedemer) stürzt auf die Bühne und wir befinden uns mitten in einem Theaterstück, das so packend, faszinierend, lustig, traurig, liebevoll, emphatisch, ironisch, berührend, begeisternd ist…..     

Diese Inszenierung bekam den Friedrich-Luft-Preis 2004


 

Do     08.09.         20 Uhr
Fr      09.09.         20 Uhr
 

 

PortFolioInc.

DIE MÄNNERSPIELERIN
Motive einer Selbstverewigung
 

Inszenierung:     Marc Lippuner und Michael F. Stoerzer
Dramaturgie:      Madeleine Potganski
Bühne:               Uri Oppenheim

Kostüme:           Stefan Reinberger

Social Media:      Kulturfritzen

Mit:                     Judica Albrecht und Thomas Georgi

 

 

Die »wilde Poetin« Anaïs Nin konsultiert 1933 den Psychoanalytiker Otto Rank – eine vibrierende Verbindung entsteht. Zwischen Berührung, Entblößung und Rollentausch beginnt für beide ein riskantes Spiel mit dem Feuer, eine rastlose Jagd nach Identitäten. Anaïs Nin ist sowohl Muse als auch Künstlerin, Verführte und Verführende. Im Kosmos von Aufmerksamkeitssucht und Ich-Inszenierung gilt Anaïs Nin mit ihrem Traum von einem »Café in Space« als Prophetin der sozialen Netzwerke.

 

»Die Männerspielerin« spannt einen Bogen von den dreißiger Jahren bis heute und erzählt von der Sehnsucht nach kreativem Schaffen, der Ausstellung des Privaten und der Einsamkeit im Reich von Sichtbarkeit und Selbstdarstellung. Wann wird das banale Leben zur Kunst? Wer bin ich und für wen? Sharing is caring: Was passiert mit uns, wenn wir unser Leben öffentlich zur Schau stellen?

 

PortFolio Inc. begibt sich auf eine Spurensuche in Selbstbildnissen zwischen Profilierung und Psychoanalyse, analogem Leben und digitaler Welt, Schöpferdrang und Selbstverewigung.

gefördert durch das Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur
mit freundlicher Unterstützung von Reinberger Couture und anders.beraten
 

 

Sa     10.09.         20 Uhr

So     11.09.         20 Uhr

 

 

NICHT VON SCHLECHTEN ELTERN

Eine musikalische Erblastbearbeitung


von und mit: Mareile Metzner & Christoph Schüchner

 

Zu Vanille-Wildkirsch-Tee und Campari Orange sowie mit dem Soundtrack ihrer Kindheit nehmen Metzner & Schüchner anhand ihrer persönlichen Familiengeschichte die Folgen von Krieg, Flucht, Extremismus, Identitäts- und Heimatverlust unter die Lupe und die Traumata und Neurosen ihrer Kriegs- und Nachkriegseltern aufs Korn.

Musikalisch und szenisch und mit einer gehörigen Portion Humor arbeiten sie so ihre eigenen Familiengeschichten auf. Das ist zum Weinen schön, gelegentlich recht dramatisch, immer aber ehrlich und persönlich.

 


 

Fr     16.09.       20 Uhr

 

LESEBÜHNE
GELD ALS „GOTTHEIT DES WEIßEN MANNES“
Eine heiter-besinnliche Lesestunde

aus dem Buch:      Der Papalagi
                             Reden des Südseehäuptlings 
                             Tuiavii aus Tiavea

Mit:                        Petra Kelling und Nadja Engel 
 

 


  

Sa     17.09.       20 Uhr   

 
 

FLIRREN //Eine Endzwanziger Apokalypse
Eine tänzerisch musikalische Lesung

Es spielen und tanzen: Nico Ehrenteit, Olivia Meyer Montero, Sarah Amanda Dulgeris
Sound:                         Sten Jackolis
Idee und Konzept:       Olivia Meyer Montero und Nico Ehrenteit
Text:                             Olivia Meyer Montero
 
Marlene und Anton.
Kinder der Neunziger.
In einer Zeit der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten.
Zwischen Macht und Ohmacht.
Suchen sie nach der Wichtigkeit.
Nach einer anderen Dimension.
Was all dem hier eine Bedeutung beimessen könnte.
Und nicht zuletzt nach der Liebe.
 
Aber ist die Liebe nur ein Tauschgeschäft?
Ein mieser Deal, zwischen zwei Menschen, der uns an die Wichtigkeit einer Sache glauben lässt?
"Du kannst alles haben, alles sein, alles werden, was du willst!"
Aber wie?
Und vorallem warum?
Was ist wichtig?
Wie definieren wir Wichtigkeit?
In welcher Dimension bewegt sich das, was uns wichtig ist?
Marlene und Anton.
Zwei Menschen Ende zwanzig.
In ihrer leeren berliner Wohnung.
Mitten in der Endzwanziger Krise.
Am Ende bleibt nur der leise Gedanke, dass vielleicht doch alles nur halb so schlimm ist... 

 


 

So     18.09.         20 Uhr

 
 

MUSIKBÜHNE

DÖRTHE

 
mit:                      Naja Petri und Timur Isik
 

Vor den Augen des Publikums werden Nadja und Timur
zu DÖRTHE.
Live und unzensiert.
Akkorde jagen Fragen, bis sie ausser Atem in sich zusammenfallen.
Dabei schunkeln sie zwischen fetzigem  Mambo und herzerweichender Sülze.
Erstmal nur EIN Klavier.
 



Do     22.09.         20 Uhr
Fr      23.09.         20 Uhr
Sa     24.09.         20 Uhr
 

Premiere:

PNAC (Companie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung)
GUTMENSCHENDÄMMERUNG / Les bonnes payées
frei nach Die Zofen von Jean Genet

 

 

Regie:                         Marcel Luxinger
Spiel:                          Sina Ebell, Ina Jaich, Alina Rank
Ausstattung:              Polina Liefers
Dramaturgie:              Sabrina Zwach
 

„Und kommt mir jetzt bloß nicht mit der verfickten Genfer Konvention!“

Zwei europäische Frauen schuften unter qualvollen Bedingungen. Ihre orgesetzte von nicht­abend­ländischer Herkunft schikaniert die beiden nach Belieben und mit Vergnügen.
Auf perfide Weise schafft sie es dabei, ihnen einzureden, dass diese Maßnahmen aus purer Alternativlosigkeit und zu ihrem Vorteil erfolgen würden. Angesichts ihrer misslichen Lage machen sich Laura und Julia jene Gedanken, die sich unterdrückte Massen machen und ver­stricken sich dabei in den ideologischen Zwickmühlen, die das Verhältnis zwischen Aus­beu­tern und Ausgebeuteten seit je bestimmt: Lohnt es sich, gegen die herrschenden Struk­turen zu rebellieren? Oder setzt man durch einen Aufstand nicht die eigene Situation aufs Spiel? Aber haben wir überhaupt etwas zu verlieren?
 

Dieses Projekt basiert auf Texten des tunesischen Performancekollektivs Yemina.
 


 

So     25.09.         20 Uhr

 

UNTERTAN – Wir sind Dein Volk
nach dem Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann
                                                                      
Regie:                    Anja Gronau
Spiel:                     Alexander Schröder
Dramaturgie:         Dirk Baumann
Künstl. Mitarbeit:   Marcel Luxinger

Vor 100 Jahren - 1914 - erscheint der Roman DER UNTERTAN von Heinrich Mann das erste Mal. Die Glorifizierung des Kaisers und des Kaiserreichs (nach oben buckeln - nach unten treten!) stellt H. Mann in den Mittelpunkt seiner unterhaltsamen und sarkastischen Analyse.
Seine Hauptfigur, Diederich Heßling, war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt.“ Halt und Orientierung findet Heinrich Manns Protagonist während seiner leidenschaftlichen Lebenssuche in Institutionen und vorgegebenen Strukturen. Der Untertan braucht die Macht. Durch seine Unterwerfung unter und sein bedingungsloses Plädoyer für die Macht glaubt er sich vereint mit ihr. Blitzschnell weiß er Situationen zum eigenen Vorankommen zu nutzen: Mit lasziver Lust jauchzt er auf, wenn die Obrigkeit ihr Gewaltmonopol wahrnimmt und den demonstrierenden Umstürzlern und Krawallbrüdern die Grenzen aufzeigt.
Der Untertan will Ordnung. Eine pluralistische, demokratische Gesellschaft ist ihm zutiefst suspekt.
In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten findet der Ruf nach einer Überfigur, die Identifikation und Ordnung verkörpert, seinen Nährboden. Jetzt oder nie: Monarchie!

 

Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und des Amtes für Kultur und Bildung Berlin Pankow.   

 


 

Do     29.09.         20 Uhr
Fr      30.09.         20 Uhr


ENTKOMMEN, MEIN ENGEL!

nach dem Roman „Mémoires de deux jeunes mariées“

von Honoré de Balzac
                                                                                
Spiel:                       Friederike Pöschel, Antje Widdra
Regie:                     Alexander Schröder
Ausstattung:           Dirk Steffen Göpfert
Dramaturgie:           Christiane Wiegand
Regieassistenz:       Franziska Muche
 

„Wer lügt? Unser Gefühl? Oder die Welt?“

 

Sie sind einander die besten Freundinnen. Nach einer gemeinsamen Jugend im Kloster haben Renée und Louise nur ein Ziel: ihr Liebesglück zu finden.

Vollgestopft mit freier Zeit und beflügelt von Besserwisserei schließen sie von Nebensächlichkeiten auf bestechende Wahrheiten. Mit tollkühnen Folgerungen versuchen sie ihrem Leben einen Sinn abzutrotzen. Befeuert von Konkurrenz und Solidarität wird die Bühne zum Kampfplatz der Gefühle.

 

In seinem 1841 entstandenen Briefroman stellt Balzac mit Louise und Renée zwei Lebensentwürfe einander gegenüber. Ein leidenschaftlicher Disput über Liebe, Ehe, Mutterschaft, Familie und Männer. Packend und zeitlos. Wie lassen sich Lebenshunger und Mutterglück verbinden? Wann? Mit wem? Und Wo?
 


 


www.theateruntermdach-berlin.de