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Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.

 


 

 

Dezember 2016

 

 

Do     08.12.         20 Uhr 
Fr      09.12.         20 Uhr
Sa     10.12.         20 Uhr



Premiere:
Uraufführung

MORGEN
... ich hab' sonst nichts vor

 

Regie/Konzept: Amina Gusner
mit: Anne Kessler, Frank Vogt
Musiker: Khan

In der szenischen Montage mit zwei Schauspielern  und einem Musiker zeigen sich bewegte und bewegende Bilder innerer Landschaften.
Im Kampf gegen das Scheitern, der  Angst vor der Ablehnung, der Angst vorm Fremdsein, steht das persönliche SICH Behaupten des Einzelnen in der Gesellschaft, Wirklichkeitswund und Wirklichkeit suchend. Puzzleartig im Rück- und Ausblick setzen sich die Szenen zusammen, in denen die Figuren ihre Rolle als Mutter/Kind/Frau /Freundin/ Angestellte oder Sohn/Vater/Chef/Freund/Mann/Liebhaber miteinander durchspielen. Die Situationen, in denen sie agieren, sind bekannt: die Webcam-Bewerbung, die Kündigung, die Trennung, der Antrag,  usw.

Die Musik ist Background, minimalistischer Klangteppich und Klammer des Abends, in dem sich eine Reihe von Minidramen auf dem Höhepunkt des Konflikts aneinanderreihen.

Eine tragische Komödie über das Scheitern und das persönliche  Behaupten des Einzelnen in der Gesellschaft. Ablehnung und das Gefühl des Versagens sind schmerzhaft. Aber wir alle erkennen uns in diesen „Tramp- Gefühlen“ wieder,  weil sie  einfach so unverschämt menschlich sind. 
 


 

So     11.12.         20 Uhr


MUSIKBÜHNE
FEELING GOOD
Susanne Jansen lädt zum musikalischen Beisammensein 

Susanne Jansen, ausdrucksstarke Sängerin und Vollblutschauspielerin mit Gold und nötigenfalls
auch dem passenden Quäntchen raueren Edelmetalls in der Stimme lädt zum Adventskonzert und einem musikalischen Perforceritt durch Ihr Favoritenrepertoire-Blues, Jazz, Chanson, Eigenwilliges, Selbstgetextetes. Begleitet von den beiden großartigen Musikern Guido Raschke (Piano) und Lutz Schlosser (Gitarre/Bass).
Gänsehautfeeling garantiert!
 


 

Do     15.12.         20 Uhr 


Zum letzten Mal
Uraufführung
MORGEN
... ich hab' sonst nichts vor

Regie/Konzept: Amina Gusner
mit: Anne Kessler, Frank Vogt
Musiker: Khan

In der szenischen Montage mit zwei Schauspielern  und einem Musiker zeigen sich bewegte und bewegende Bilder innerer Landschaften.
Im Kampf gegen das Scheitern, der  Angst vor der Ablehnung, der Angst vorm Fremdsein, steht das persönliche SICH Behaupten des Einzelnen in der Gesellschaft, Wirklichkeitswund und Wirklichkeit suchend. Puzzleartig im Rück- und Ausblick setzen sich die Szenen zusammen, in denen die Figuren ihre Rolle als Mutter/Kind/Frau /Freundin/ Angestellte oder Sohn/Vater/Chef/Freund/Mann/Liebhaber miteinander durchspielen. Die Situationen, in denen sie agieren, sind bekannt: die Webcam-Bewerbung, die Kündigung, die Trennung, der Antrag,  usw.

Die Musik ist Background, minimalistischer Klangteppich und Klammer des Abends, in dem sich eine Reihe von Minidramen auf dem Höhepunkt des Konflikts aneinanderreihen.

Eine tragische Komödie über das Scheitern und das persönliche  Behaupten des Einzelnen in der Gesellschaft. Ablehnung und das Gefühl des Versagens sind schmerzhaft. Aber wir alle erkennen uns in diesen „Tramp- Gefühlen“ wieder,  weil sie  einfach so unverschämt menschlich sind. 
 


 

Fr      16.12.         20 Uhr
Sa     17.12.         20 Uhr
So     18.12.         20 Uhr


Agentur für Anerkennung
DER HORATIER
von Heiner Müller

Konzept: Agentur für Anerkennung
Regie: Reto Kamberger
Ausstattung, Dramaturgie: Ute Lindenbeck
Chor: Anna Dieterich
Spiel: Darinka Ezeta, Homa Faghiri, Ayham Hisnawi,
          Katharina Merschel, Fabian Neupert 

Die Titelfigur in Heiner Müllers Stück vereint einen unauflöslichen Widerspruch in sich. Im Zweikampf erringt der Horatier einen Sieg für seine Stadt, wird aber gleichzeitig zum Mörder
an seiner eigenen Schwester, weil diese den Feind – ihren Verlobten - betrauert, statt den Sieger – ihren Bruder – zu bejubeln. Wie nun umgehen mit dem Helden/Mörder? Soll der Sieger geehrt oder der Mörder hingerichtet werden? Wie lassen sich Verdienst und Schuld nebeneinander stellen, ohne dass sie sich gegenseitig aufheben?

Müllers Parabel rüttelt an unserem hehren Selbstbild: Schaffen wir das, politische Ereignisse und ihre Protagonisten vielschichtig zu beurteilen, abwägend, emotional, aber ohne Angst?
Bewerten wir mit der Zukunft im Blick oder machen wir es uns lieber bequem inmitten von
Polarisierung und vorschnellen Urteilen. Wir erweitern Müllers Text um persönliche Geschichten und Erfahrungen. Wer sind unser Helden, wer unser Schurken und warum?
Können wir die Widersprüche unserer Geschichte(n) aushalten und gemeinsame Zukunftsperspektiven entwickeln?

www.anerkennungen.net
Aufführungsrechte bei henschel Schauspiel Theaterverlag
gefördert von der Heinz-und- Heide-Dürr- Stiftung
 


 

Wir wünschen allen Theaterbesuchern
ein frohes Weihnachtsfest,
erholsame Feiertage
und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.





Januar 2017


Do     05.01.         20 Uhr
Fr      06.01.         20 Uhr
Sa     07.01.         20 Uhr
So     08.01.         20 Uhr


KeinOrt.Finsternis
frei nach Motiven von Christa Wolf 

Von und mit: Victoria Hauke, Swanhild Kruckelmann, Till Paar, Judith Rosmair, Lisa Rykena und Rainer Strecker
Regie: Anne Schneider
Choreographie: Victoria Hauke
Bühne/Kostüme: Giulia Paolucci
Vokalgraphie: Till Paar
Sound: Martin Glos und Christian Ziegler (Isola Music)
Licht: Sönke C. Herm
Dramaturgie: Maria Isabel Hagen
Produktionsleitung: Zwei Eulen
 
"Einmal im Leben möchte ich dem Menschen begegnen, der mir ohne versteckten Vorwurf erlaubt zu sein, der ich bin."

Diese Worte spricht Heinrich von Kleist in dem Prosastück KeinOrt.Nirgends – ahnend schon, dass die Begegnung mit Karoline von Günderode jenen Horizont eröffnen könnte, der ihm mit anderen Menschen verschlossen bleibt. Doch die Begegnung hat real nicht stattgefunden. Das reale Leben endete für beide mit dem Freitod.

KeinOrt.Finsternis ist eine performative Suche nach Ursachen und Auswirkungen der hierzulande am weitest verbreiteten psychischen Erkrankung: Depression. Aufbauend auf Erfahrungsberichten und literarischen Vorlagen entsteht das Kaleidoskop eines Krankheitsbildes, das sich in poetischen Bekenntnissen niederschlägt. "Schon witzig", schreibt Tobi Katze in seinem Roman Morgen ist leider auch noch ein Tag, "ich habe auf Facebook, unter all meinen 1437 Freunden, noch nie jemanden weinen gesehen."

Anne Schneider ist freie Regisseurin und Künstlerische Leiterin von Hauptsache Frei - Festival der Darstellenden Künste Hamburgs. KeinOrt.Finsternis ist nach Das BiestA der zweite Teil ihrer Trilogie Außenwelten. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Hamburg.

Gefördert durch Freie Hansestadt Hamburg, Kulturbehörde der FHH, Bezirksamt Pankow von Berlin (Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur), Hamburgische Kulturstiftung, Rusch Stiftung, Fonds Darstellende Künste und Rudolph-Augstein-Stiftung.
 


 

Do     12.01.         20 Uhr
Fr      13.01.         20 Uhr


Companie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung)
GUTMENSCHDÄMMERUNG / LES BONNES PAYÉES
frei nach DIE ZOFEN von Jean Genet

Regie: Marcel Luxinger
Ausstattung: Polina Liefers
Dramaturgie: Sabrina Zwach
Spiel: Sina Ebell, Ina Jaich, Alina Rank

„Und kommt mir jetzt bloß nicht mit der verfickten Genfer Konvention!“

Zwei europäische Frauen schuften unter qualvollen Bedingungen. Ihre Vorgesetzte von nicht-abendländischer Herkunft schikaniert die beiden nach Belieben und mit Vergnügen. Auf perfide Weise schafft sie es dabei, ihnen einzureden, dass diese Maßnahmen aus purer Alternativlosigkeit und zu ihrem Vorteil erfolgen würden. Angesichts ihrer misslichen Lage machen sich Laura und Julia jene Gedanken, die sich unterdrückte Massen machen und verstricken sich dabei in den ideologischen Zwickmühlen, die das Verhältnis zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten seit je bestimmt: Lohnt es sich, gegen die herrschenden Strukturen zu rebellieren? Oder setzt man durch einen Aufstand nicht die eigene Situation aufs Spiel? Aber haben wir überhaupt etwas zu verlieren?
 


 

Sa     14.01.         20 Uhr
So     15.01.         20 Uhr


Zum vorläufig letzten Mal
Agentur für Anerkennung
DER HORATIER
von Heiner Müller

Konzept: Agentur für Anerkennung
Regie: Reto Kamberger
Ausstattung, Dramaturgie: Ute Lindenbeck
Chor: Anna Dieterich
Spiel: Darinka Ezeta, Homa Faghiri, Ayham Hisnawi,
          Katharina Merschel, Fabian Neupert 

Die Titelfigur in Heiner Müllers Stück vereint einen unauflöslichen Widerspruch in sich. Im Zweikampf erringt der Horatier einen Sieg für seine Stadt, wird aber gleichzeitig zum Mörder
an seiner eigenen Schwester, weil diese den Feind – ihren Verlobten - betrauert, statt den Sieger – ihren Bruder – zu bejubeln. Wie nun umgehen mit dem Helden/Mörder? Soll der Sieger geehrt oder der Mörder hingerichtet werden? Wie lassen sich Verdienst und Schuld nebeneinander stellen, ohne dass sie sich gegenseitig aufheben?

Müllers Parabel rüttelt an unserem hehren Selbstbild: Schaffen wir das, politische Ereignisse und ihre Protagonisten vielschichtig zu beurteilen, abwägend, emotional, aber ohne Angst?
Bewerten wir mit der Zukunft im Blick oder machen wir es uns lieber bequem inmitten von
Polarisierung und vorschnellen Urteilen. Wir erweitern Müllers Text um persönliche Geschichten und Erfahrungen. Wer sind unser Helden, wer unser Schurken und warum?
Können wir die Widersprüche unserer Geschichte(n) aushalten und gemeinsame Zukunftsperspektiven entwickeln?

www.anerkennungen.net
Aufführungsrechte bei henschel Schauspiel Theaterverlag
gefördert von der Heinz-und- Heide-Dürr- Stiftung
 


 

Mo     16.01.         20 Uhr
Di      17.01.         20 Uhr
 

Ein Blick ins Paradies - was damals wirklich geschah
Szenische Lesung
frei nach Mark Twains "Tagebuch von Adam und Eva“

Spieler: Sarah Alles, Charles Rettinghaus, Benno Lehmann

"Dieses neue Wesen mit den langen Haaren ist ziemlich im Weg.
Es lungert immer irgendwo herum und rennt mir hinterher.
Es redet wie ein Wasserfall.“ -Adam

"Die ganze Woche bin ich hinter ihm hergelaufen.
Reden musste ich, denn er war sehr schüchtern, aber es hat mir nichts ausgemacht.
Es schien ihm zu gefallen, dass ich in seiner Nähe war.“ -Eva


Ein akustisch-visueller Ausflug in den Garten Eden. Sprachgewandt, liebevoll und garantiert erleuchtend.
 


 

Do     19.01.         20 Uhr
Fr      20.01.         20 Uhr

Deutsche Erstaufführung
ENTKOMMEN, MEIN ENGEL!
nach dem Roman „Mémoires de deux jeunes mariées“
von Honoré de Balzac
                                                                                
Spiel: Friederike Pöschel, Antje Widdra
Regie: Alexander Schröder
Ausstattung: Dirk Steffen Göpfert
Dramaturgie: Christiane Wiegand
Regieassistenz: Franziska Muche 

„Wer lügt? Unser Gefühl? Oder die Welt?“
 
Sie sind einander die besten Freundinnen. Nach einer gemeinsamen Jugend im Kloster haben Renée und Louise nur ein Ziel: ihr Liebesglück zu finden.

Vollgestopft mit freier Zeit und beflügelt von Besserwisserei schließen sie von Nebensächlichkeiten auf bestechende Wahrheiten. Mit tollkühnen Folgerungen versuchen sie ihrem Leben einen Sinn abzutrotzen. Befeuert von Konkurrenz und Solidarität wird die Bühne zum Kampfplatz der Gefühle.

In seinem 1841 entstandenen Briefroman stellt Balzac mit Louise und Renée zwei Lebensentwürfe einander gegenüber. Ein leidenschaftlicher Disput über Liebe, Ehe, Mutterschaft, Familie und Männer. Packend und zeitlos. Wie lassen sich Lebenshunger und Mutterglück verbinden? Wann? Mit wem? Und Wo? 
 


 

Sa     21.01.         20 Uhr


UNTERTAN – Wir sind Dein Volk
nach dem Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann
                                                                      
Regie: Anja Gronau
Spiel: Alexander Schröder
Dramaturgie: Dirk Baumann
Künstl. Mitarbeit: Marcel Luxinger

Vor über 100 Jahren - 1914 - erscheint der Roman DER UNTERTAN von Heinrich Mann das erste Mal. Die Glorifizierung des Kaisers und des Kaiserreichs (nach oben buckeln - nach unten treten!) stellt H. Mann in den Mittelpunkt seiner unterhaltsamen und sarkastischen Analyse.
Seine Hauptfigur, Diederich Heßling, "war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt.“ Halt und Orientierung findet Heinrich Manns Protagonist während seiner leidenschaftlichen Lebenssuche in Institutionen und vorgegebenen Strukturen. Der Untertan braucht die Macht. Durch seine Unterwerfung unter und sein bedingungsloses Plädoyer für die Macht glaubt er sich vereint mit ihr. Blitzschnell weiß er Situationen zum eigenen Vorankommen zu nutzen: Mit lasziver Lust jauchzt er auf, wenn die Obrigkeit ihr Gewaltmonopol wahrnimmt und den demonstrierenden Umstürzlern und Krawallbrüdern die Grenzen aufzeigt. Der Untertan will Ordnung. Eine pluralistische, demokratische Gesellschaft ist ihm zutiefst suspekt.
In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten findet der Ruf nach einer Überfigur, die Identifikation und Ordnung verkörpert, seinen Nährboden. Jetzt oder nie: Monarchie!

Aufführungsrechte: Fischerverlag

Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und des Amtes für Kultur und Bildung Berlin Pankow.   
 


 

So     22.01.         20 Uhr


GRETE nach Goethes Faust

Spiel: Claudia Wiedemer
Regie: Anja Gronau
Künstl. Mitarbeit: Marcel Luxinger                                    

Blond bezopft und einfältige Verse säuselnd – so ist das deutsche Gretchen allen vertraut, als Opfer männlicher Rücksichtslosigkeit. Mit ihrem Perspektivwechsel auf die Figur der Grete zeigen Anja Gronau und Claudia Wiedemer, welche Möglichkeiten der heutigen Aneignung diese Frauenfigur zwischen Hingabe und Auflehnung, jenseits des Klischees vom blond zopfigen Mädchen bietet. Sie geben dem Gretchen einen Abend, ohne Rücksicht auf Faust.

Grete (Claudia Wiedemer) stürzt auf die Bühne und wir befinden uns mitten in einem Theaterstück, das so packend, faszinierend, lustig, traurig, liebevoll, emphatisch, ironisch, berührend, begeisternd ist…..        

Diese Inszenierung bekam den Friedrich-Luft-Preis 2004 und viele weitere Auszeichnungen.


 

Fr      27.01.         20 Uhr

DIE FRAU AN SEINER SEITE
Männerkarrieren, Tatnähe und 'weibliche' Verstrickungen
im Nationalsozialismus

Eine szenische Lesung

mit: Inga Dietrich, Sabine Werner undAntje Widdra

Drei Schauspielerinnen beleuchten in ihrer szenischen Lesung ein noch wenig erforschtes Kapitel der NS-Geschichte. Frauen als Täterinnen. Juristisch ohne Schuld. Worin genau bestand ihre Täterschaft?
Die Lesung nähert sich dieser Grauzone auf sensible Weise - mit exemplarischen Texten und minimalistischen Arrangements. Die Lebenswege der einzelnen Frauen, ihre Sicht der Dinge im Nationalsozialismus und nach Kriegsende sowie die Beschreibung der inneren Struktur der SS bilden die grundlegenden Elemente der Lesung.
 


 

30 Jahre „Tage der jiddischen Kultur“

Am 27. Januar 1987, zweiundvierzig Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, fand im Prenzlauer Berg im „Theater unterm Dach” und in der WABE das erste Berliner Jiddisch-Festival statt. Unter dem Titel „Das Lied ist geblieben” hatte es - als einzige Veranstaltungsreihe zu diesem Thema in der DDR - einen ungeheuren Zulauf. Im Jahr darauf wurde es ein Projekt der UNESCO-Weltkulturdekade. Bis 1997 trafen sich alljährlich Akteure und Gäste aus aller Welt in Berlin. Zunächst aus Osteuropa, ab 1990 dann auch aus Westeuropa und den USA. Sie interpretierten fast verlorene und auch neuere jiddische Literatur und Lieder. Es gab erhellende Diskussionen und Ausblicke. Viele spätere Veranstaltungen und Musikreihen für jüdische Literatur und Musik schöpften aus dieser Erfahrung. 

Die „Tage der jiddischen Kultur” kehren im dreißigsten Jahr nach ihrer Gründung an ihren Ursprungsort zurück. Die Initiatoren, Teilnehmer des ersten Festivals und ihre Freunde, werden erneut drei Tage lang jiddische Musik und Literatur vorstellen: Aufwind, Daniel Kahn, Prof Dr. Stefan Schreiner, Jürgen Rennert, Jalda Rebling, Andrej Jendrusch, Karsten Troyke & friends.

Sa     28.01.        15 Uhr        Kinderprogramm ab 8 Jahre
                                             Der Galaganer Hahn und Jingl Zingl Chwat
                                             Geschichten und Lieder
                                             Mit: Andrej Jendrusch und Jalda Rebling Rebling 

                           16 Uhr        Israil Bercovici (1921-1988) 
                                             Jürgen Rennert liest aus seinen Dichtungen, 
                                             Aufwind musiziert

                           18 Uhr       Prof. Schreiner Universität Tübingen
                                             Vortrag:
                                             Sarajevo - das "Jerusalem des Balkans" als Ort der
                                             Begegnung sefardischer und aschkenasischer Kultur 


So     29.01.        14 Uhr       Kinderprogramm ab 8 Jahre
                                            Die Geschichte von Herschel Sommerwind
                                           
(Itzik Manger)
                                            mit: Andrej Jendrusch, Jalda Rebling, Karsten Troyke

                           15 Uhr       Yishuv in Polen
                                             Gabriel Berger/Troyke

                           16 Uhr       Ich der Troubadour -
                                             Itzik Manger aus Leben und Werk
                                            
Mit: Andrej Jendrusch

Das Programm der WABE (27.-29. Januar) finden Sie auf: www.wabe-berlin.de
 


 


www.theateruntermdach-berlin.de