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Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.

 


 
 

Juni 2016

 

 

Fr      17.06.        20 Uhr 
Sa     18.06.        20 Uhr
So     19.06.        20 Uhr


Mann aus Obst
UNIVERSALBEWERBUNG FÜR ALLES
AUCH NACKT UND OHNE GELD
                                 
- Garagenoper # 2 -
 
Text und Musik: Ensemble Mann aus Obst 
(Bettina Gfeller, Nicolas Pannetier, Nina De Ludemann, Wieland Möller, Maja von Kriegstein)
 
Fünf Spieler_innen mit einladend kurvigen Lebenswegen auf der Suche nach Orientierung, Liebe und Erfolg. Als einzelne Frauen und Männer und als ganzes musikalisches Ensemble versuchen sie, sich an den Mann, an die Frau und vor allem natürlich voll Karacho auf den Markt zu werfen. Alles wird ausprobiert: Volkshochschulkurse zum Thema Facebookmarketing, die Lektüre von Eva Illouz Soziologie-Klassiker „Warum Liebe weh tut“, Selbstversuche bei Tinder, eine Menge einsamer und gemeinsamer schwarzer Tees, morgendlicher Freejazz und nostalgische Chorproben. Mit und ohne Hilfe von Coaching, Therapie und Beratung wird versucht, die eigene Marke perfekt zu ermitteln, das Profil zu schärfen, den Lebenslauf zu professionalisieren – alles zeitgemäß multimedial darzustellen und dabei irgendwie heile
zu bleiben - oder zu werden -. 
Und irgendwo zwischen den aussortieren Schnipseln entsteht eine nachdenkliche, zarte, liebevolle und rotzfreche kleine Oper.
 
Persönlichste Geschichten verwoben mit beglückend fantasievoller Musik.
 


 

Do     23.06.        20 Uhr  


Drama Panorama e. V. und Tschechisches Zentrum Berlin präsentieren:
Festival - Ein Stück: Tschechien 2016
Gastspiel: Theater Komorní scéna Aréna, Ostrava,
                 Tschechische Republik
DIE ANHÖRUNG von Tomáš Vůjtek
In tschechischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche
Aus dem Tschechischen von Mirko Kraetsch
                                                                      
Regie: Ivan Krejčí  
Bühne: Milan David
Kostüme: Marta Roszkopfová
Musik: Nikos Engonidis
Dramaturgie: Tomáš Vůjtek
Es spielen: Marek Cisovský, Alena Sasínová-Polarczyk, Petr Panzenberger, Šimon Krupa u. a.

Nach der Vorstellung laden wir zur moderierten Podiumsdiskussion mit den tschechischen Theatermachern ein. Moderation: Barbora Schnelle

Das Stück DIE ANHÖRUNG versetzt die Figur von Adolf Eichmann nach Ostrava und konfrontiert sie mit dem lokalen Geschehen.
Adolf Eichmann wartet auf einen Termin bei niemand Geringerem als Gott. Seiner Sache ist er sich sicher. Vor dem Publikum erläutert er seine Taten anhand seiner Erinnerungen.
Vůjtek stellt Aussagen aus dem Eichmann-Prozess in Jerusalem Gesprächen gegenüber, die Eichmann in Argentinien in jovialem Ton mit Willem Sassen führte. Der Autor verlegt Eichmanns „Geschichte“ in die tschechische Provinz und bringt seine Taten mit dem historischen Geschehen in Ostrava in Verbindung. Außerdem gibt es Vlastička, eine einfache tschechische Frau aus dem Volk, die sich mit jedem Regime arrangiert und jeweils ihren Vorteil daraus zieht. Vůjtek nutzt das Thema für eine Reihe satirischer Momente – so taucht im Stück etwa eine gelungene Persiflage der Wannsee-Konferenz auf. Das Stück endet in der Gegenwart und verweist auf das fortgesetzte antisemitische Denken heute. 

Der Regisseur Ivan Krejčí arbeitet schon seit Jahren erfolgreich mit dem Dramatiker
Tomáš Vůjtek zusammen. Das Stück DIE ANHÖRUNG (auf Tschechisch Slyšení) inszeniert er mit seiner einfühlsamen Methode der langsamen Öffnung dramatischer Situationen und steigert die Bewegung auf der Bühne allmählich in Richtung Zuschauerraum. Die Schauspieler des eingespielten Ensembles agieren in präzise stilisierten Gesten, allen voran Marek Cisovský in der Hauptrolle.

DIE ANHÖRUNG erhielt 2016 als beste Inszenierung des Jahres den „Preis der Theaterzeitung“ (Cena Divadelních novin) und belegte bei dem angesehenen tschechischen „Preis der Theaterkritik“ (Cena divadelní kritiky) gleich dreimal den ersten Platz:
als beste Inszenierung des Jahres,
bestes uraufgeführtes tschechisches Theaterstück des Jahres
und Marek Cisovský in der Rolle des Eichmann als bester Darsteller.
Bei dieser Preisverleihung wurde das Theater Komorní scéna Aréna auch zum Theater des Jahres gekürt!
 

https://www.facebook.com/events/1691287061121339/
 


  

Fr        24.06.          20 Uhr
Sa       25.06.          20 Uhr
So       26.06.          20 Uhr


hardt attacks
GOLDEN GIRLS GmbH - Aufstand im Altenheim
                                                                      
Regie/Textfassung: Wenke Hardt
Ausstattung: Alexander Schulz
Choreografie: Eli Ho
Produktionsleitung/PR/dramaturgische Beratung: Katja Kettner
Spiel: Veronika Nowag Jones, Julia Kathinka Philippi, Claudia Wiedemer, Monika Wiedemer
                                                       
Vier Freundinnen mit spärlicher Rente haben einen Plan: In Absprache mit dem Leiter einer Seniorenresidenz, der für Gewinnmaximierung über Leichen geht, versuchen sie Pflegestufe 2 zu ergattern. Dafür müssen sie zehn Tage lang Gebrechlichkeit simulieren und alle Pflegemaßnahmen über sich ergehen lassen: Füttern, Toilettengang und Ganzkörperwäsche, egal wer den Lappen schwingt, sadistische Oberschwester, übermüdete Hilfspflegekraft oder Zivi. Es wird nicht leicht für die fitte Frauencombo …

In einer Kombination aus Feldforschung, choreografierter Prosa, Tanz und Schauspiel bearbeitet die Gruppe hardt attacks das Brennpunktthema Pflege.

Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin - Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten, Fonds Darstellende Künste und Rudolf Augstein Stiftung
 


 

Do     30.06.        20 Uhr 


Gastspiel:
ASCHE ZU ASCHE von Harold Pinter
Deutsch von Michael Walter

Regie/Bühne: Hannan Ishay
mit: Yael Schüler, Jan Viethen 

Ein Mann und eine Frau. Niemand weiss, was sie in diesem Wohnzimmer zusammen gebracht hat. Er befragt die vermeintliche sadomasochistische frühere Beziehung der Frau mit einem anderen Mann... Es treffen zwei sehr unterschiedliche Arten mit Realität umzugehen aufeinander: Empathie und Abgrenzung im Umgang mit den Ereignissen der Welt, mit der Vergangenheit, mit der eigenen Identität, mit der Welt da draussen ausserhalb des Wohnzimmers.
Das Stück spielt im "Hier" und "Jetzt", zugleich aber in einem KZ, oder im syrischen Bürgerkrieg, so wie an jedem anderen Ort oder Zeit, in der Menschen vor aufheulenden Sirenen flüchten müssen. In Harold Pinters Text spiegelt sich die gesamte menschliche Geschichte: Macht und Unterwerfung, Täter und Opfer sein.
 


 

Juli 2016
 

 

Fr      01.07.        20 Uhr 


Gastspiel:
ASCHE ZU ASCHE von Harold Pinter
Deutsch von Michael Walter

Regie/Bühne: Hannan Ishay
mit: Yael Schüler, Jan Viethen 

Ein Mann und eine Frau. Niemand weiss, was sie in diesem Wohnzimmer zusammen gebracht hat. Er befragt die vermeintliche sadomasochistische frühere Beziehung der Frau mit einem anderen Mann... Es treffen zwei sehr unterschiedliche Arten mit Realität umzugehen aufeinander: Empathie und Abgrenzung im Umgang mit den Ereignissen der Welt, mit der Vergangenheit, mit der eigenen Identität, mit der Welt da draussen ausserhalb des Wohnzimmers.
Das Stück spielt im "Hier" und "Jetzt", zugleich aber in einem KZ, oder im syrischen Bürgerkrieg, so wie an jedem anderen Ort oder Zeit, in der Menschen vor aufheulenden Sirenen flüchten müssen. In Harold Pinters Text spiegelt sich die gesamte menschliche Geschichte: Macht und Unterwerfung, Täter und Opfer sein.
 


 

Sa       02.07.          20 Uhr
So       03.07.          20 Uhr

 

 

ICH WILL KEINE BLAUBEERTORTE, ICH WILL NUR RAUS
Eine Mutterliebe in Briefen
nach dem gleichnamigen Buch von Gabriel Heim

 

Regie: Alexander H. Schulz
Mit: Yael Schüler und Veronika Nowag-Jones
Sprecher: Jan Viethen


1938 – 1942:  Zweihundert Briefe aus Berlin.

"Was weißt Du denn in Deinem Dorado von meinen Schmerzen", schreibt in Berlin die Jüdin Marie Winter 1941 an ihre Tochter Ilse nach Basel. In mehr als 170 Briefen gibt sie Zeugnis von ihrem
Leben und ihrer Verzweiflung. Die Tochter soll sie retten, aber Ilse hat sich von der Mutter gelöst.

Doch 1941 drängt auch sie zur Flucht. Am 6. Mai 1942 steht Marie Winter mit vier Gefährtinnen an der Grenze zur Schweiz. Die jahrelange Korrespondenz zwischen Mutter und Tochter, aber auch das, was an der Grenze passiert ist, hat Gabriel Heim in 2 Schuhkartons seiner verstorbenen Mutter Ilse gefunden. Aus der Korrespondenz, über die die Mutter nie gesprochen hat, gestaltete er ein Dokument der Zeitgeschichte.

Veronika Nowag- Jones und Yael Schüler entwickeln aus diesen Briefen die komplexe Beziehung zwischen Mutter und Tochter.

Die Mutter, gefangen im Kellerraum Ihres Hauses in Berlin - ein Zuhause das sie nicht verlassen und nicht loslassen will, die Tochter in der Schweizer Ferne, in der sie sich, von Politik unabhängig, ihre persönliche Freiheit vom Übergriff der Mutter bewahren wollte - nun gefangen in einem Käfig aus Worten, den Briefen ihrer Mutter, die ihr Gewissen erdrücken.
Was hat sie alles unterlassen zu tun und warum? Oder hätte sie doch gar nichts tun können?

Angesichts der politischen Situation und dem Ausgang der Geschichte, wie wir ihn heute kennen, sind wir schnell fertig mit unserem Urteil. Doch was, wenn noch ein komplexer persönlicher Konflikt hinzu kommt, der einem den Umgang mit der eigenen Mutter unmöglich macht?
 


 

In der Zeit vom 11. bis 16. Juli findet unter dem Titel:

WERKSCHAU JUGENDTHEATER – Volume N° 2
eine Woche Jugendtheater im Theater unterm Dach und in der sich eine Etage darunter befindlichen Jugendtheateretage – mit Stückpräsentationen, Workshops, Diskussionsrunden und Party statt.
Nähere Informationen dazu werden über einen Extraflyer veröffentlicht.

 

EINTRITT: frei

 

Das Theater unterm Dach verabschiedet sich nach der WERKSCHAU in die Sommerpause.


 


www.theateruntermdach-berlin.de