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Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.

 


 
 

Mai 2016

 
 

Do    12.05.        20 Uhr
Fr     13.05.        20 Uhr
Do    19.05.        20 Uhr
Fr     20.05.        20 Uhr


Berlin-Premiere:
NICHT VON SCHLECHTEN ELTERN
Eine musikalische Erblastbearbeitung

von und mit: Mareile Metzner und Christoph Schüchner

Anhand ihrer persönlichen Familiengeschichte nehmen metzner & schüchner die Folgen von Krieg, Flucht, Extremismus, Identitäts- und Heimatverlust unter die Lupe und die Traumata und Neurosen ihrer Kriegs- und Nachkriegseltern aufs Korn. Zu Vanille-Wildkirsch-Tee und Campari Orange und mit dem Soundtrack ihrer Kindheit und Jugend operieren sie sich selbst am offenen Herzen und legen die (erb)ärmlichsten Auswüchse ihrer
Erziehung frei... Aber wer wird sich denn von Erblastern den Spaß verderben lassen? Schließlich hat man jetzt selber Kinder - lustig, trallalallala! Den Dämonen der Vergangenheit ins Gesicht gelacht und Zusammenhänge hergestellt, wo welche sind! Und vielleicht sind am Ende alle ein Stückchen weiser...

https://www.youtube.com/watch?v=Pk3XmMqfKTI
 


 

Sa       21.05.          20 Uhr
So       22.05.          20 Uhr


hardt attacks
GOLDEN GIRLS GmbH - Aufstand im Altenheim
                                                                      
Regie/Textfassung: Wenke Hardt
Ausstattung: Alexander Schulz
Choreografie: Eli Ho
Produktionsleitung/PR/dramaturgische Beratung: Katja Kettner
Spiel: Veronika Nowag Jones, Julia Kathinka Philippi, Claudia Wiedemer, Monika Wiedemer
                                                       
Vier Freundinnen mit spärlicher Rente haben einen Plan: In Absprache mit dem Leiter einer Seniorenresidenz, der für Gewinnmaximierung über Leichen geht, versuchen sie Pflegestufe 2 zu ergattern. Dafür müssen sie zehn Tage lang Gebrechlichkeit simulieren und alle Pflegemaßnahmen über sich ergehen lassen: Füttern, Toilettengang und Ganzkörperwäsche, egal wer den Lappen schwingt, sadistische Oberschwester, übermüdete Hilfspflegekraft oder Zivi. Es wird nicht leicht für die fitte Frauencombo …

In einer Kombination aus Feldforschung, choreografierter Prosa, Tanz und Schauspiel bearbeitet die Gruppe hardt attacks das Brennpunktthema Pflege.

Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin - Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten und Rudolf Augstein Stiftung
 


 

Fr     27.05.        20 Uhr


Im Rahmen des LAFT- Performing Arts Festival
UNTERTAN - WIR SIND DEIN VOLK
nach dem Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann
                                                                      
Regie: Anja Gronau
Spiel: Alexander Schröder
Dramaturgie: Dirk Baumann
Künstl. Mitarbeit: Marcel Luxinger

Vor 100 Jahren - 1914 - erscheint der Roman DER UNTERTAN von Heinrich Mann das erste Mal. Die Glorifizierung des Kaisers und des Kaiserreichs (nach oben buckeln - nach unten treten!) stellt H. Mann in den Mittelpunkt seiner unterhaltsamen und sarkastischen Analyse.
Seine Hauptfigur, Diederich Heßling, war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt.“ Halt und Orientierung findet Heinrich Manns Protagonist während seiner leidenschaftlichen Lebenssuche in Institutionen und vorgegebenen Strukturen. Der Untertan braucht die Macht. Durch seine Unterwerfung unter und sein bedingungsloses Plädoyer für die Macht glaubt er sich vereint mit ihr. Blitzschnell
weiß er Situationen zum eigenen Vorankommen zu nutzen: Mit lasziver Lust jauchzt er auf, wenn die Obrigkeit ihr Gewaltmonopol wahrnimmt und den demonstrierenden Umstürzlern und Krawallbrüdern die Grenzen aufzeigt. Der Untertan will Ordnung. Eine pluralistische, demokratische Gesellschaft ist ihm zutiefst suspekt.
In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten findet der Ruf nach einer Überfigur, die Identifikation und Ordnung verkörpert, seinen Nährboden. Jetzt oder nie: Monarchie!

Aufführungsrechte: Fischerverlag

Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und des Amtes für Kultur und Bildung Berlin Pankow.
 


 

Sa       28.05.          20 Uhr
So       29.05.          20 Uhr


Im Rahmen des LAFT- Performing Arts Festival
hardt attacks
DIES IST KEIN LIEBESLIED nach Karen Duve

Regie: Wenke Hardt
Ausstattung: Alexander Schulz
Spiel: Claudia Wiedemer, Monika Wiedemer

„Mit sieben Jahren schwor ich, niemals zu lieben.
 Mit achtzehn tat ich es trotzdem. Es war genauso schlimm, wie ich befürchtet hatte.“

Taxifahrerin Anne macht sich auf den Weg nach London, um ihre unerwiderte große Liebe ein letztes Mal zu sehen. Sie hofft auf Erlösung – wie auch immer diese aussehen mag. Ihre Reise wird zu einer Spurensuche nach sich selbst.
Anne erinnert sich an ihre ersten Schritte in der Liebe, die Demütigungen des Sportunterrichts und durch ihre Familie, an ihre zahlreichen Diäten, an Angepasstheit und an schlechten Sex – kurz: An ihre Leiden im „haifischverseuchten Ozean des Lebens“.
Ein Leben an dem sie bis jetzt wenig Erfreuliches finden kann – außer Taxifahren und dem Vergnügen, im Café, vor den neidischen Augen diätgestählter schlanker Damen, vier Stücke Schokoladentorte in sich hinein zu stopfen.
Ein berührend komischer Kampf um sich selbst, der immer wieder durch die Suche nach äusserer Anerkennung verstellt wird. 
 




Juni 2016

 

Do     02.06.        20 Uhr 
Fr      03.06.        20 Uhr
Sa     04.06.        20 Uhr


DIE WOHLPRÄPARIERTE FRAU
Stückentwicklung mit Texten von Susanne Jansen

Regie: Stephan Thiel
Mit: Anna Bardorf, Susanne Jansen, Elena Weiß, Alexander Ernst

Drei Frauen und ein Mann in einem ICE, der plötzlich stehenbleibt. Halt auf freier Strecke. - Der Mann schweigt beharrlich, die Frauen beginnen zu sprechen. Sie beschwören ihren alltäglichen Kampf um Selbstbewusstsein, Flexibilität und Erfolg. Sie wollen immer erreichbar sein, immer funktionieren und immer gesund sein.
Doch die ständige Suche nach dem idealen Job, dem idealen Partner, dem gesellschaftlichen Erfolg fordert ihren Preis. Der Moment der Bedrohung erzwingt die Frage, ob die Sucht nach Erfolg und technisiertemWohlstand nicht vollkommen banal ist. 

„Die wohlpräparierte Frau“ ist eine sehr persönliche Bestandsaufnahme des absurden Strebens nach Selbstoptimierung in unserer Wohlstandsgesellschaft, angesichts einer Welt voller Krieg und Hunger.
Das Stück zeigt unpolitische Menschen in einem Ausnahmezustand. Ursache und eigene Verstrickung durchschauen sie erst, wenn es zu spät ist.
 


 

Do     09.06.        20 Uhr 
Fr      10.06.        20 Uhr
Sa     11.06.        20 Uhr


PortFolioInc.
DIE MÄNNERSPIELERIN

Inszenierung: Marc Lippuner und Michael F. Stoerzer
Dramaturgie: Madeleine Potganski
Bühne: Uri Oppenheim
Kostüme: Stefan Reinberger
Dramaturgie: Madeleine Penny Potganski
Social-Media-Konzeption: Kulturfritzen
Mit: Judica Albrecht und Thomas Georgi

Die »wilde Poetin« Anaïs Nin konsultiert 1933 den Psychoanalytiker Otto Rank – eine vibrierende Verbindung entsteht. Zwischen Berührung, Entblößung und Rollentausch beginnt für beide ein riskantes Spiel mit dem Feuer, eine rastlose Jagd nach Identitäten. Anaïs Nin ist sowohl Muse als auch Künstlerin, Verführte und Verführende. Im Kosmos von Aufmerksamkeitssucht und Ich-Inszenierung gilt Anaïs Nin mit ihrem Traum von einem »Café in Space« als Prophetin der sozialen Netzwerke.

»Die Männerspielerin« spannt einen Bogen von den dreißiger Jahren bis heute und erzählt von der Sehnsucht nach kreativem Schaffen, der Ausstellung des Privaten und der Einsamkeit im Reich von Sichtbarkeit und Selbstdarstellung. Wann wird das banale Leben zur Kunst? Wer bin ich und für wen? Sharing is caring: Was passiert mit uns, wenn wir unser Leben öffentlich zur Schau stellen?

PortFolio Inc. begibt sich auf eine Spurensuche in Selbstbildnissen zwischen Profilierung und Psychoanalyse, analogem Leben und digitaler Welt, Schöpferdrang und Selbstverewigung.

gefördert durch das Bezirksamt Pankow zu Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur
mit freundlicher Unterstützung von Reinberger Couture und anders.beraten

Projektblog: maennerspielerin.tumblr.com
Website: portfolioinc.de
 


 

So     12.06.        20 Uhr


MUSIKBÜHNE
Trio Igra

Anton Berman (Melodica), Matthias Bernhold (Gitarre) und
Julia Brettschneider (Geige) nehmen euch mit auf einen KlezmerPunk Trip – eine Reise zu den Ursprüngen und ins Ungewisse. In ihrem aktuellen Programm (despeed dance)
sind außerdem zu sehen und zu hören: Bären, stummelschwänzige Lis, sibirische Gebirgsbäche,
Regionalzüge und walzertanzende Huren. Taucht mit uns ab und nehmt euch ein Stück vom alten Kuchen mit – alles echt!

www.trio-igra.de
 


 

Fr      17.06.        20 Uhr 
Sa     18.06.        20 Uhr
So     19.06.        20 Uhr


Mann aus Obst
UNIVERSALBEWERBUNG FÜR ALLES
AUCH NACKT UND OHNE GELD
                                 
- Garagenoper # 2 -
 
Text und Musik: Ensemble Mann aus Obst 
(Bettina Gfeller, Nicolas Pannetier, Nina De Ludemann, Wieland Möller, Maja von Kriegstein)
 
Fünf Spieler_innen mit einladend kurvigen Lebenswegen auf der Suche nach Orientierung, Liebe und Erfolg. Als einzelne Frauen und Männer und als ganzes musikalisches Ensemble versuchen sie, sich an den Mann, an die Frau und vor allem natürlich voll Karacho auf den Markt zu werfen. Alles wird ausprobiert: Volkshochschulkurse zum Thema Facebookmarketing, die Lektüre von Eva Illouz Soziologie-Klassiker „Warum Liebe weh tut“, Selbstversuche bei Tinder, eine Menge einsamer und gemeinsamer schwarzer Tees, morgendlicher Freejazz und nostalgische Chorproben. Mit und ohne Hilfe von Coaching, Therapie und Beratung wird versucht, die eigene Marke perfekt zu ermitteln, das Profil zu schärfen, den Lebenslauf zu professionalisieren – alles zeitgemäß multimedial darzustellen und dabei irgendwie heile
zu bleiben - oder zu werden -. 
Und irgendwo zwischen den aussortieren Schnipseln entsteht eine nachdenkliche, zarte, liebevolle und rotzfreche kleine Oper.
 
Persönlichste Geschichten verwoben mit beglückend fantasievoller Musik.
 


 

Do     23.06.        20 Uhr  


Drama Panorama e. V. und Tschechisches Zentrum Berlin präsentieren:
Festival - Ein Stück: Tschechien 2016
Gastspiel: Theater Komorní scéna Aréna, Ostrava,
                 Tschechische Republik
DIE ANHÖRUNG von Tomáš Vůjtek
In tschechischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche
Aus dem Tschechischen von Mirko Kraetsch
                                                                      
Regie: Ivan Krejčí  
Bühne: Milan David
Kostüme: Marta Roszkopfová
Musik: Nikos Engonidis
Dramaturgie: Tomáš Vůjtek
Es spielen: Marek Cisovský, Petra Kocmanová, Petr Panzenberger, Šimon Krupa u. a.

Nach der Vorstellung laden wir zur moderierten Podiumsdiskussion mit den tschechischen Theatermachern ein. Moderation: Barbora Schnelle

Das Stück DIE ANHÖRUNG versetzt die Figur von Adolf Eichmann nach Ostrava und konfrontiert sie mit dem lokalen Geschehen.
Adolf Eichmann wartet auf einen Termin bei niemand Geringerem als Gott. Seiner Sache ist er sich sicher. Vor dem Publikum erläutert er seine Taten anhand seiner Erinnerungen.
Vůjtek stellt Aussagen aus dem Eichmann-Prozess in Jerusalem Gesprächen gegenüber, die Eichmann in Argentinien in jovialem Ton mit Willem Sassen führte. Der Autor verlegt Eichmanns „Geschichte“ in die tschechische Provinz und bringt seine Taten mit dem historischen Geschehen in Ostrava in Verbindung. Außerdem gibt es Vlastička, eine einfache tschechische Frau aus dem Volk, die sich mit jedem Regime arrangiert und jeweils ihren Vorteil daraus zieht. Vůjtek nutzt das Thema für eine Reihe satirischer Momente – so taucht im Stück etwa eine gelungene Persiflage der Wannsee-Konferenz auf. Das Stück endet in der Gegenwart und verweist auf das fortgesetzte antisemitische Denken heute. 

Der Regisseur Ivan Krejčí arbeitet schon seit Jahren erfolgreich mit dem Dramatiker
Tomáš Vůjtek zusammen. Das Stück DIE ANHÖRUNG (auf Tschechisch Slyšení) inszeniert er mit seiner einfühlsamen Methode der langsamen Öffnung dramatischer Situationen und steigert die Bewegung auf der Bühne allmählich in Richtung Zuschauerraum. Die Schauspieler des eingespielten Ensembles agieren in präzise stilisierten Gesten, allen voran Marek Cisovský in der Hauptrolle.

DIE ANHÖRUNG erhielt 2016 als beste Inszenierung des Jahres den „Preis der Theaterzeitung“ (Cena Divadelních novin) und belegte bei dem angesehenen tschechischen „Preis der Theaterkritik“ (Cena divadelní kritiky) gleich dreimal den ersten Platz:
als beste Inszenierung des Jahres,
bestes uraufgeführtes tschechisches Theaterstück des Jahres
und Marek Cisovský in der Rolle des Eichmann als bester Darsteller.
Bei dieser Preisverleihung wurde das Theater Komorní scéna Aréna auch zum Theater des Jahres gekürt!
 

https://www.facebook.com/events/1691287061121339/
 


  

Fr        24.06.          20 Uhr
Sa       25.06.          20 Uhr
So       26.06.          20 Uhr


hardt attacks
GOLDEN GIRLS GmbH - Aufstand im Altenheim
                                                                      
Regie/Textfassung: Wenke Hardt
Ausstattung: Alexander Schulz
Choreografie: Eli Ho
Produktionsleitung/PR/dramaturgische Beratung: Katja Kettner
Spiel: Veronika Nowag Jones, Julia Kathinka Philippi, Claudia Wiedemer, Monika Wiedemer
                                                       
Vier Freundinnen mit spärlicher Rente haben einen Plan: In Absprache mit dem Leiter einer Seniorenresidenz, der für Gewinnmaximierung über Leichen geht, versuchen sie Pflegestufe 2 zu ergattern. Dafür müssen sie zehn Tage lang Gebrechlichkeit simulieren und alle Pflegemaßnahmen über sich ergehen lassen: Füttern, Toilettengang und Ganzkörperwäsche, egal wer den Lappen schwingt, sadistische Oberschwester, übermüdete Hilfspflegekraft oder Zivi. Es wird nicht leicht für die fitte Frauencombo …

In einer Kombination aus Feldforschung, choreografierter Prosa, Tanz und Schauspiel bearbeitet die Gruppe hardt attacks das Brennpunktthema Pflege.

Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin - Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten und Rudolf Augstein Stiftung
 


 

Do     30.06.        20 Uhr 


Gastspiel:
ASCHE ZU ASCHE von Harold Pinter
Deutsch von Michael Walter

Regie/Bühne: Hannan Ishay
mit: Yael Schüler, Jan Viethen 

Ein Mann und eine Frau. Niemand weiss, was sie in diesem Wohnzimmer zusammen gebracht hat. Er befragt die vermeintliche sadomasochistische frühere Beziehung der Frau mit einem anderen Mann... Es treffen zwei sehr unterschiedliche Arten mit Realität umzugehen aufeinander: Empathie und Abgrenzung im Umgang mit den Ereignissen der Welt, mit der Vergangenheit, mit der eigenen Identität, mit der Welt da draussen ausserhalb des Wohnzimmers.
Das Stück spielt im "Hier" und "Jetzt", zugleich aber in einem KZ, oder im syrischen Bürgerkrieg, so wie an jedem anderen Ort oder Zeit, in der Menschen vor aufheulenden Sirenen flüchten müssen. In Harold Pinters Text spiegelt sich die gesamte menschliche Geschichte: Macht und Unterwerfung, Täter und Opfer sein.
 


 

Juli 2016
 

 

Fr      01.07.        20 Uhr 


Gastspiel:
ASCHE ZU ASCHE von Harold Pinter
Deutsch von Michael Walter

Regie/Bühne: Hannan Ishay
mit: Yael Schüler, Jan Viethen 

Ein Mann und eine Frau. Niemand weiss, was sie in diesem Wohnzimmer zusammen gebracht hat. Er befragt die vermeintliche sadomasochistische frühere Beziehung der Frau mit einem anderen Mann... Es treffen zwei sehr unterschiedliche Arten mit Realität umzugehen aufeinander: Empathie und Abgrenzung im Umgang mit den Ereignissen der Welt, mit der Vergangenheit, mit der eigenen Identität, mit der Welt da draussen ausserhalb des Wohnzimmers.
Das Stück spielt im "Hier" und "Jetzt", zugleich aber in einem KZ, oder im syrischen Bürgerkrieg, so wie an jedem anderen Ort oder Zeit, in der Menschen vor aufheulenden Sirenen flüchten müssen. In Harold Pinters Text spiegelt sich die gesamte menschliche Geschichte: Macht und Unterwerfung, Täter und Opfer sein.
 


 

Sa       02.07.          20 Uhr
So       03.07.          20 Uhr

 

 

ICH WILL KEINE BLAUBEERTORTE, ICH WILL NUR RAUS
Eine Mutterliebe in Briefen
nach dem gleichnamigen Buch von Gabriel Heim

 

Regie: Alexander H. Schulz
Mit: Yael Schüler und Veronika Nowag-Jones
Sprecher: Jan Viethen


1938 – 1942:  Zweihundert Briefe aus Berlin.

"Was weißt Du denn in Deinem Dorado von meinen Schmerzen", schreibt in Berlin die Jüdin Marie Winter 1941 an ihre Tochter Ilse nach Basel. In mehr als 170 Briefen gibt sie Zeugnis von ihrem
Leben und ihrer Verzweiflung. Die Tochter soll sie retten, aber Ilse hat sich von der Mutter gelöst.

Doch 1941 drängt auch sie zur Flucht. Am 6. Mai 1942 steht Marie Winter mit vier Gefährtinnen an der Grenze zur Schweiz. Die jahrelange Korrespondenz zwischen Mutter und Tochter, aber auch das, was an der Grenze passiert ist, hat Gabriel Heim in 2 Schuhkartons seiner verstorbenen Mutter Ilse gefunden. Aus der Korrespondenz, über die die Mutter nie gesprochen hat, gestaltete er ein Dokument der Zeitgeschichte.

Veronika Nowag- Jones und Yael Schüler entwickeln aus diesen Briefen die komplexe Beziehung zwischen Mutter und Tochter.

Die Mutter, gefangen im Kellerraum Ihres Hauses in Berlin - ein Zuhause das sie nicht verlassen und nicht loslassen will, die Tochter in der Schweizer Ferne, in der sie sich, von Politik unabhängig, ihre persönliche Freiheit vom Übergriff der Mutter bewahren wollte - nun gefangen in einem Käfig aus Worten, den Briefen ihrer Mutter, die ihr Gewissen erdrücken.
Was hat sie alles unterlassen zu tun und warum? Oder hätte sie doch gar nichts tun können?

Angesichts der politischen Situation und dem Ausgang der Geschichte, wie wir ihn heute kennen, sind wir schnell fertig mit unserem Urteil. Doch was, wenn noch ein komplexer persönlicher Konflikt hinzu kommt, der einem den Umgang mit der eigenen Mutter unmöglich macht?
 


 

In der Zeit vom 11. bis 16. Juli findet unter dem Titel:

WERKSCHAU JUGENDTHEATER – Volume N° 2
eine Woche Jugendtheater im Theater unterm Dach und in der sich eine Etage darunter befindlichen Jugendtheateretage – mit Stückpräsentationen, Workshops, Diskussionsrunden und Party statt.
Nähere Informationen dazu werden über einen Extraflyer veröffentlicht.

 

EINTRITT: frei

 

Das Theater unterm Dach verabschiedet sich nach der WERKSCHAU in die Sommerpause.


 


www.theateruntermdach-berlin.de