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Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.

 


  


Januar 2017

 

 

Do     19.01.         20 Uhr
Fr      20.01.         20 Uhr

Deutsche Erstaufführung
ENTKOMMEN, MEIN ENGEL!
nach dem Roman „Mémoires de deux jeunes mariées“
von Honoré de Balzac
                                                                                
Spiel: Friederike Pöschel, Antje Widdra
Regie: Alexander Schröder
Ausstattung: Dirk Steffen Göpfert
Dramaturgie: Christiane Wiegand
Regieassistenz: Franziska Muche 

„Wer lügt? Unser Gefühl? Oder die Welt?“
 
Sie sind einander die besten Freundinnen. Nach einer gemeinsamen Jugend im Kloster haben Renée und Louise nur ein Ziel: ihr Liebesglück zu finden.

Vollgestopft mit freier Zeit und beflügelt von Besserwisserei schließen sie von Nebensächlichkeiten auf bestechende Wahrheiten. Mit tollkühnen Folgerungen versuchen sie ihrem Leben einen Sinn abzutrotzen. Befeuert von Konkurrenz und Solidarität wird die Bühne zum Kampfplatz der Gefühle.

In seinem 1841 entstandenen Briefroman stellt Balzac mit Louise und Renée zwei Lebensentwürfe einander gegenüber. Ein leidenschaftlicher Disput über Liebe, Ehe, Mutterschaft, Familie und Männer. Packend und zeitlos. Wie lassen sich Lebenshunger und Mutterglück verbinden? Wann? Mit wem? Und Wo? 
 


 

Sa     21.01.         20 Uhr


UNTERTAN – Wir sind Dein Volk
nach dem Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann
                                                                      
Regie: Anja Gronau
Spiel: Alexander Schröder
Dramaturgie: Dirk Baumann
Künstl. Mitarbeit: Marcel Luxinger

Vor über 100 Jahren - 1914 - erscheint der Roman DER UNTERTAN von Heinrich Mann das erste Mal. Die Glorifizierung des Kaisers und des Kaiserreichs (nach oben buckeln - nach unten treten!) stellt H. Mann in den Mittelpunkt seiner unterhaltsamen und sarkastischen Analyse.
Seine Hauptfigur, Diederich Heßling, "war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt.“ Halt und Orientierung findet Heinrich Manns Protagonist während seiner leidenschaftlichen Lebenssuche in Institutionen und vorgegebenen Strukturen. Der Untertan braucht die Macht. Durch seine Unterwerfung unter und sein bedingungsloses Plädoyer für die Macht glaubt er sich vereint mit ihr. Blitzschnell weiß er Situationen zum eigenen Vorankommen zu nutzen: Mit lasziver Lust jauchzt er auf, wenn die Obrigkeit ihr Gewaltmonopol wahrnimmt und den demonstrierenden Umstürzlern und Krawallbrüdern die Grenzen aufzeigt. Der Untertan will Ordnung. Eine pluralistische, demokratische Gesellschaft ist ihm zutiefst suspekt.
In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten findet der Ruf nach einer Überfigur, die Identifikation und Ordnung verkörpert, seinen Nährboden. Jetzt oder nie: Monarchie!

Aufführungsrechte: Fischerverlag

Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und des Amtes für Kultur und Bildung Berlin Pankow.   
 


 

So     22.01.         20 Uhr


GRETE nach Goethes Faust

Spiel: Claudia Wiedemer
Regie: Anja Gronau
Künstl. Mitarbeit: Marcel Luxinger                                    

Blond bezopft und einfältige Verse säuselnd – so ist das deutsche Gretchen allen vertraut, als Opfer männlicher Rücksichtslosigkeit. Mit ihrem Perspektivwechsel auf die Figur der Grete zeigen Anja Gronau und Claudia Wiedemer, welche Möglichkeiten der heutigen Aneignung diese Frauenfigur zwischen Hingabe und Auflehnung, jenseits des Klischees vom blond zopfigen Mädchen bietet. Sie geben dem Gretchen einen Abend, ohne Rücksicht auf Faust.

Grete (Claudia Wiedemer) stürzt auf die Bühne und wir befinden uns mitten in einem Theaterstück, das so packend, faszinierend, lustig, traurig, liebevoll, emphatisch, ironisch, berührend, begeisternd ist…..        

Diese Inszenierung bekam den Friedrich-Luft-Preis 2004 und viele weitere Auszeichnungen.


 

Fr      27.01.         20 Uhr

DIE FRAU AN SEINER SEITE
Männerkarrieren, Tatnähe und 'weibliche' Verstrickungen
im Nationalsozialismus

Eine szenische Lesung

mit: Inga Dietrich, Sabine Werner und Antje Widdra

Drei Schauspielerinnen beleuchten in ihrer szenischen Lesung ein noch wenig erforschtes Kapitel der NS-Geschichte. Frauen als Täterinnen. Juristisch ohne Schuld. Worin genau bestand ihre Täterschaft?
Die Lesung nähert sich dieser Grauzone auf sensible Weise - mit exemplarischen Texten und minimalistischen Arrangements. Die Lebenswege der einzelnen Frauen, ihre Sicht der Dinge im Nationalsozialismus und nach Kriegsende sowie die Beschreibung der inneren Struktur der SS bilden die grundlegenden Elemente der Lesung.
 


 

30 Jahre „Tage der jiddischen Kultur“

Am 27. Januar 1987, zweiundvierzig Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, fand im Prenzlauer Berg im „Theater unterm Dach” und in der WABE das erste Berliner Jiddisch-Festival statt. Unter dem Titel „Das Lied ist geblieben” hatte es - als einzige Veranstaltungsreihe zu diesem Thema in der DDR - einen ungeheuren Zulauf. Im Jahr darauf wurde es ein Projekt der UNESCO-Weltkulturdekade. Bis 1997 trafen sich alljährlich Akteure und Gäste aus aller Welt in Berlin. Zunächst aus Osteuropa, ab 1990 dann auch aus Westeuropa und den USA. Sie interpretierten fast verlorene und auch neuere jiddische Literatur und Lieder. Es gab erhellende Diskussionen und Ausblicke. Viele spätere Veranstaltungen und Musikreihen für jüdische Literatur und Musik schöpften aus dieser Erfahrung. 

Die „Tage der jiddischen Kultur” kehren im dreißigsten Jahr nach ihrer Gründung an ihren Ursprungsort zurück. Die Initiatoren, Teilnehmer des ersten Festivals und ihre Freunde, werden erneut drei Tage lang jiddische Musik und Literatur vorstellen: Aufwind, Daniel Kahn, Prof Dr. Stefan Schreiner, Jürgen Rennert, Jalda Rebling, Andrej Jendrusch, Karsten Troyke & friends.

Sa     28.01.   15 Uhr      Kinderprogramm ab 8 Jahre
                                      Der Galaganer Hahn und Jingl Zingl Chwat
                                      Geschichten und Lieder
                                      Mit: Andrej Jendrusch und Jalda Rebling Rebling 

                     16 Uhr        Israil Bercovici (1921-1988) 
                                      Jürgen Rennert liest aus seinen Dichtungen,
                                      Aufwind musiziert

                     18 Uhr       Prof. Schreiner Universität Tübingen
                                      Vortrag:
                                      Sarajevo - das "Jerusalem des Balkans" als Ort der
                                       Begegnung sefardischer und aschkenasischer Kultur 


So     29.01.   14 Uhr       Kinderprogramm ab 8 Jahre
                                       Die Geschichte von Herschel Sommerwind
                                                
(Itzik Manger)
                                      mit: Andrej Jendrusch, Jalda Rebling, Karsten Troyke

                      15 Uhr       Yishuv in Polen
                                      Gabriel Berger/Troyke

                      16 Uhr       Ich der Troubadour -
                                           Itzik Manger aus Leben und Werk
                                           
Mit: Andrej Jendrusch

Das Programm der WABE (27.-29. Januar) finden Sie auf: www.wabe-berlin.de
 


 

FEBRUAR 2017


Fr     03.02.         20 Uhr 

Sa     04.02.         20 Uhr

So     05.02.         20 Uhr

 

 

Premiere:
Theater ZENTRIFUGE Studio 2
„KKAAFFKKAA
...du hast mich dir anders vorgestellt...“

Szenisch-choreografischer Versuch über Franz Kafka

Regie/Dramaturgie: Katarzyna Makowska-Schumacher
Mit: Sophia Berndt, Martha Freier, Nico Ehrenteit, Karl Jordan, Josephine Nahrstedt,
Hannah Prasse, Katja Pro und Orlando Schiavone
Choreografie: Max Makowski | Bühne: André Putzmann
Musik: Bardo Henning | Projektionen: Rico Mahel
Lichtkonzept: Hans Fründt
 

Die Inszenierung entwickelt eine Folge von poetischen, traumhaften und grotesken Bildern als Annäherung an Kafkas Lebensgefühl, seine Grundkonflikte und seine innere Welt.
Kafka leidet an der Familie, seiner „Mischpoche“, besonders am Unverständnis des dominanten Vaters für die Andersartigkeit des Sohnes und für dessen besondere Existenz, die sich allein im Schreiben verwirklicht. Und er leidet am eigenen Unvermögen, sich anzupassen an die Erwartungen, Lebensentwürfe und Wertvorstellungen seiner Zeit, seiner Familie, seiner Religion und der Frauen, die seinen Weg kreuzen. Er ist einen „Teufelspakt“ eingegangen, mit dem er seine Seele, seine Vitalität und Liebesfähigkeit aufgegeben hat, um sich gänzlich dem Schreiben zu verschreiben.
„Fremder als ein Fremder“ bewegt sich Franz zögernd, schwankend, taumelnd und schwindelnd im Labyrinth seines Lebens. Diese Bewegungsformen existenzieller Unsicherheit bestimmen den Rhythmus der Inszenierung, die mit Textmaterial und Bildmotiven aus Kafkas Erzählungen, Tagebüchern und Briefen arbeitet.
Die Dramaturgie folgt der Konstruktion seiner Tagebuchaufzeichnungen, der
Flüssigkeit von Erinnerungen und der Logik von Träumen: innere und äußere
Wirklichkeitsebenen greifen ineinander; das szenische Material springt zwischen Komik, Tragik und Absurdität hin und her, zeigt Brüche, Überblendungen, Wiederholungen, Umkehrungen und Verwandlungen. Die Darsteller/innen wechseln die Rollen und ihre Perspektive auf die Figuren – auch hier gibt es keine Verlässlichkeit.
 


 

Do    09.02.         20 Uhr 

Fr     10.02.         20 Uhr
 

 

DIE WOHLPRÄPARIERTE FRAU
oder The ultimate imitation of life
von Susanne Jansen
 

Regie: Stephan Thiel
Mit: Anna Bardorf, Susanne Jansen, Elena Weiß und Alexander Ernst
 

Das Bordbistro eines Hochgeschwindigkeitszugs – Halt auf freier Strecke – drei Frauen und ein Mann, der Musiker, Mitreisender, und auch der Hund Wolfi ist...
Der Zug steht – keiner weiß warum, oder ob die Fahrt weitergeht.
Was folgt ist ein rasanter, mitreißender, wortgewaltiger und sehr moderner
Theaterabend – Monologisch, dialogisch, und chorisch ringen die drei Frauen um Ihre Würde im Kampf um Optimierung und Flexibilität, gegen die Wut auf‘s banale Leben, die Unzufriedenheit, immer auf der Suche nach dem wahren Leben und der Schönheit des Moments.

„DIE WOHLPRÄPARIERTE FRAU oder The ultimate imitation of life“ ist eine sehr persönliche Bestandsaufnahme über die Auswirkungen einer hochgradig beschleunigten Gesellschaft auf die Menschen, die in ihr leben.
Der Text entfaltet einen poetischen Atem und kraftvollen Rhythmus. Mal nervös und fiebrig, dann wieder selbstironisch leicht, fast enpassant, berührend, sinnlich und vital agieren drei „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“- aber auch Frauen mit Nerven am Rande des Zusammenbruchs.

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass die Inszenierung DIE WOHLPRÄPARIERTE FRAU für den Friedrich-Luft-Preis 2016 nominiert ist.
 


 

Sa     11.02.         20 Uhr
So     12.02.         20 Uhr


Companie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung)
GUTMENSCHDÄMMERUNG / LES BONNES PAYÉES
frei nach DIE ZOFEN von Jean Genet

Regie: Marcel Luxinger
Ausstattung: Polina Liefers
Dramaturgie: Sabrina Zwach
Spiel: Sina Ebell, Ina Jaich, Alina Rank

„Und kommt mir jetzt bloß nicht mit der verfickten Genfer Konvention!“

Zwei europäische Frauen schuften unter qualvollen Bedingungen. Ihre Vorgesetzte von nicht-abendländischer Herkunft schikaniert die beiden nach Belieben und mit Vergnügen. Auf perfide Weise schafft sie es dabei, ihnen einzureden, dass diese Maßnahmen aus purer Alternativlosigkeit und zu ihrem Vorteil erfolgen würden. Angesichts ihrer misslichen Lage machen sich Laura und Julia jene Gedanken, die sich unterdrückte Massen machen und verstricken sich dabei in den ideologischen Zwickmühlen, die das Verhältnis zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten seit je bestimmt: Lohnt es sich, gegen die herrschenden Strukturen zu rebellieren? Oder setzt man durch einen Aufstand nicht die eigene Situation aufs Spiel? Aber haben wir überhaupt etwas zu verlieren?
 


 

Do     16.02.         20 Uhr 

Fr      17.02.         20 Uhr

Sa     18.02.         20 Uhr
So     19.02.         20 Uhr



Premiere:
KEIN DACH KEIN BODEN

von Amina Gusner 
 
mit Can Oral und Inga Wolff 
Stimmen : Peter Rene Lüdicke, Artemis Chalkidou , Helen Schröder, Max Nowka, Nadine Schori und Rüdiger Rudolph
Ausstattung: Inken Gusner
Sound/Musik: Can Oral
Regie: Amina Gusner 

 

Eine Frau, ein Mann und sechs Stimmen begegnen sich nach ihrem Selbstmord in einem Zustand des Dazwischenseins: Wann gehts los? Ist das jetzt das Ende? Ist das schon alles? Kommt da noch was? Muss man was können um ein guter Toter zu sein?  Ist Humor erlaubt? Oder respektlos gegenüber…äh…? Ein Spiel mit Erwartungshaltungen, Wut, Erinnerungen, Enttäuschungen entspinnt sich zu einem Konzert aus Stimmen und erinnerten Geräuschen. KEIN DACH KEIN BODEN ist ein polyphones Klanggefüge aus Worten , Atmosphären und  Gesang. 
Das Stück basiert auf authentischen Abschiedsbriefen von Selbstmördern.
 

 

Do     23.02.         20 Uhr 

Fr      24.02.         20 Uhr
 

Gastspiel

monsun.theater Hamburg
KEIN SCHIFF WIRD KOMMEN
von Nis-Momme Stockmann

  

Regie: Mirko Böttcher
Spiel: Michael Bideller, Robert Seiler
Ausstattung: Anja Kreher
Musik: Alex Holtsch
Regieassistenz: Amelie Möller

Ein junger Theaterautor hat den Auftrag, ein Stück über die Wende zu schreiben.
Aber er war ein Kind, als die Mauer fiel und wuchs fernab der Hauptstadt auf: auf der Nordseeinsel Föhr. Kein innerer Bezug verbindet ihn mit dem Thema. Nun erhofft sich der junge aufstrebende Schriftsteller durch einen authentischen Erfahrungsbericht seines Vaters über die Wendezeit inspiriert zu werden. Umgeben vom kalten Wasser der Nordsee begibt er sich mit ihm in Gespräche über die damalige Zeit. Statt allerdings wie geplant leicht und schnell die Vergangenheit zu boulevardisieren, erntet das Graben in der Vergangenheit unerwartet dunkle Früchte. Verdrängte Bilder von seiner Mutter, deren langes Sterben er als Kind miterlebt hat, treten zutage.
Seine Recherche führt in die Krise: Was an ihm ist noch echt und empfunden, was poetisiert und stilisiert?

KEIN SCHIFF WIRD KOMMEN ist die Geschichte eines jungen Mannes, der ein politisches Drama sucht und eine Familientragödie findet.

Eine Eigenproduktion des monsun.theaters gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg

Austauschgastspiel zwischen Theater unterm Dach Berlin (Produktion: #CIRCE – SCHATZ ICH HAB‘ DIE DATEN VERSCHENKT) und monsun.theater Hamburg (Produktion: KEIN SCHIFF WIRD KOMMEN) gefördert durch die Ruschstiftung.
 


 

Sa      25.02.         20 Uhr
So      26.02.         20 Uhr

Deutsche Erstaufführung
ENTKOMMEN, MEIN ENGEL!
nach dem Roman „Mémoires de deux jeunes mariées“
von Honoré de Balzac
                                                                                
Spiel: Friederike Pöschel, Antje Widdra
Regie: Alexander Schröder
Ausstattung: Dirk Steffen Göpfert
Dramaturgie: Christiane Wiegand
Regieassistenz: Franziska Muche 

„Wer lügt? Unser Gefühl? Oder die Welt?“
 
Sie sind einander die besten Freundinnen. Nach einer gemeinsamen Jugend im Kloster haben Renée und Louise nur ein Ziel: ihr Liebesglück zu finden.

Vollgestopft mit freier Zeit und beflügelt von Besserwisserei schließen sie von Nebensächlichkeiten auf bestechende Wahrheiten. Mit tollkühnen Folgerungen versuchen sie ihrem Leben einen Sinn abzutrotzen. Befeuert von Konkurrenz und Solidarität wird die Bühne zum Kampfplatz der Gefühle.

In seinem 1841 entstandenen Briefroman stellt Balzac mit Louise und Renée zwei Lebensentwürfe einander gegenüber. Ein leidenschaftlicher Disput über Liebe, Ehe, Mutterschaft, Familie und Männer. Packend und zeitlos. Wie lassen sich Lebenshunger und Mutterglück verbinden? Wann? Mit wem? Und Wo? 
 



MÄRZ 2017
 


Do     02.03.         20 Uhr

Fr      03.03.         20 Uhr 

Sa     04.03.         20 Uhr

So     05.03.         20 Uhr

 

 
Theater ZENTRIFUGE Studio 2
„KKAAFFKKAA
...du hast mich dir anders vorgestellt...“

Szenisch-choreografischer Versuch über Franz Kafka

Regie/Dramaturgie: Katarzyna Makowska-Schumacher
Mit: Sophia Berndt, Martha Freier, Nico Ehrenteit, Karl Jordan, Josephine Nahrstedt,
Hannah Prasse, Katja Pro und Orlando Schiavone
Choreografie: Max Makowski | Bühne: André Putzmann
Musik: Bardo Henning | Projektionen: Rico Mahel
Lichtkonzept: Hans Fründt
 

Die Inszenierung entwickelt eine Folge von poetischen, traumhaften und grotesken Bildern als Annäherung an Kafkas Lebensgefühl, seine Grundkonflikte und seine innere Welt.
Kafka leidet an der Familie, seiner „Mischpoche“, besonders am Unverständnis des dominanten Vaters für die Andersartigkeit des Sohnes und für dessen besondere Existenz, die sich allein im Schreiben verwirklicht. Und er leidet am eigenen Unvermögen, sich anzupassen an die Erwartungen, Lebensentwürfe und Wertvorstellungen seiner Zeit, seiner Familie, seiner Religion und der Frauen, die seinen Weg kreuzen. Er ist einen „Teufelspakt“ eingegangen, mit dem er seine Seele, seine Vitalität und Liebesfähigkeit aufgegeben hat, um sich gänzlich dem Schreiben zu verschreiben.
„Fremder als ein Fremder“ bewegt sich Franz zögernd, schwankend, taumelnd und schwindelnd im Labyrinth seines Lebens. Diese Bewegungsformen existenzieller Unsicherheit bestimmen den Rhythmus der Inszenierung, die mit Textmaterial und Bildmotiven aus Kafkas Erzählungen, Tagebüchern und Briefen arbeitet.
Die Dramaturgie folgt der Konstruktion seiner Tagebuchaufzeichnungen, der
Flüssigkeit von Erinnerungen und der Logik von Träumen: innere und äußere
Wirklichkeitsebenen greifen ineinander; das szenische Material springt zwischen Komik, Tragik und Absurdität hin und her, zeigt Brüche, Überblendungen, Wiederholungen, Umkehrungen und Verwandlungen. Die Darsteller/innen wechseln die Rollen und ihre Perspektive auf die Figuren – auch hier gibt es keine Verlässlichkeit.
 



 

 


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