Freunde des THEATER UNTERM DACH
logo
WILLKOMMEN
THEATER UNTERM DACH
SPIELPLAN
AUF TOUR
KARTEN/PREISE
KONTAKT
IMPRESSUM

 Wer den newsletter des TuD bekommen möchte, kann sich auch per mail (theateruntermdach(at)gmail.com) mit dem Betreff 'NEWSLETTER bestellen' anmelden.


Nach allen Vorstellungen können die Besucher mit den Künstlern
im Theaterfoyer ins Gespräch kommen.

 


 
 

September 2016

 

 


Do     22.09.         20 Uhr
Fr      23.09.         20 Uhr
Sa     24.09.         20 Uhr
 

Premiere:
PNAC (Companie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung)
GUTMENSCHENDÄMMERUNG / Les bonnes payées
frei nach Die Zofen von Jean Genet

Regie:                         Marcel Luxinger
Spiel:                          Sina Ebell, Ina Jaich, Alina Rank
Ausstattung:              Polina Liefers
Dramaturgie:              Sabrina Zwach

„Und kommt mir jetzt bloß nicht mit der verfickten Genfer Konvention!“
Zwei europäische Frauen schuften unter qualvollen Bedingungen. Ihre orgesetzte von nicht­abend­ländischer Herkunft schikaniert die beiden nach Belieben und mit Vergnügen.
Auf perfide Weise schafft sie es dabei, ihnen einzureden, dass diese Maßnahmen aus purer Alternativlosigkeit und zu ihrem Vorteil erfolgen würden. Angesichts ihrer misslichen Lage machen sich Laura und Julia jene Gedanken, die sich unterdrückte Massen machen und ver­stricken sich dabei in den ideologischen Zwickmühlen, die das Verhältnis zwischen Aus­beu­tern und Ausgebeuteten seit je bestimmt: Lohnt es sich, gegen die herrschenden Struk­turen zu rebellieren? Oder setzt man durch einen Aufstand nicht die eigene Situation aufs Spiel? Aber haben wir überhaupt etwas zu verlieren? 
 


 

So     25.09.         20 Uhr 


UNTERTAN – Wir sind Dein Volk
nach dem Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann
                                                                      
Regie:                    Anja Gronau
Spiel:                     Alexander Schröder
Dramaturgie:         Dirk Baumann
Künstl. Mitarbeit:   Marcel Luxinger

Vor 100 Jahren - 1914 - erscheint der Roman DER UNTERTAN von Heinrich Mann das erste Mal. Die Glorifizierung des Kaisers und des Kaiserreichs (nach oben buckeln - nach unten treten!) stellt H. Mann in den Mittelpunkt seiner unterhaltsamen und sarkastischen Analyse.
Seine Hauptfigur, Diederich Heßling, war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt.“ Halt und Orientierung findet Heinrich Manns Protagonist während seiner leidenschaftlichen Lebenssuche in Institutionen und vorgegebenen Strukturen. Der Untertan braucht die Macht. Durch seine Unterwerfung unter und sein bedingungsloses Plädoyer für die Macht glaubt er sich vereint mit ihr. Blitzschnell weiß er Situationen zum eigenen Vorankommen zu nutzen: Mit lasziver Lust jauchzt er auf, wenn die Obrigkeit ihr Gewaltmonopol wahrnimmt und den demonstrierenden Umstürzlern und Krawallbrüdern die Grenzen aufzeigt.
Der Untertan will Ordnung. Eine pluralistische, demokratische Gesellschaft ist ihm zutiefst suspekt.
In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten findet der Ruf nach einer Überfigur, die Identifikation und Ordnung verkörpert, seinen Nährboden. Jetzt oder nie: Monarchie!

Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und des Amtes für Kultur und Bildung Berlin Pankow.   
 


 

Do     29.09.         20 Uhr
Fr      30.09.         20 Uhr


ENTKOMMEN, MEIN ENGEL!
nach dem Roman „Mémoires de deux jeunes mariées“
von Honoré de Balzac
                                                                                
Spiel:                      Friederike Pöschel, Antje Widdra
Regie:                     Alexander Schröder
Ausstattung:            Dirk Steffen Göpfert
Dramaturgie:           Christiane Wiegand
Regieassistenz:        Franziska Muche 

„Wer lügt? Unser Gefühl? Oder die Welt?“
Sie sind einander die besten Freundinnen. Nach einer gemeinsamen Jugend im Kloster haben Renée und Louise nur ein Ziel: ihr Liebesglück zu finden.
Vollgestopft mit freier Zeit und beflügelt von Besserwisserei schließen sie von Nebensächlichkeiten auf bestechende Wahrheiten. Mit tollkühnen Folgerungen versuchen sie ihrem Leben einen Sinn abzutrotzen. Befeuert von Konkurrenz und Solidarität wird die Bühne zum Kampfplatz der Gefühle.

In seinem 1841 entstandenen Briefroman stellt Balzac mit Louise und Renée zwei Lebensentwürfe einander gegenüber. Ein leidenschaftlicher Disput über Liebe, Ehe, Mutterschaft, Familie und Männer. Packend und zeitlos. Wie lassen sich Lebenshunger und Mutterglück verbinden? Wann? Mit wem? Und wo?
 





Oktober 2016



Sa     01.10.         20 Uhr
So     02.10.         20 Uhr


NICHT VON SCHLECHTEN ELTERN
Eine musikalische Erblastbearbeitung

von und mit: Mareile Metzner & Christoph Schüchner

Zu Vanille-Wildkirsch-Tee und Campari Orange sowie mit dem Soundtrack ihrer Kindheit nehmen Metzner & Schüchner anhand ihrer persönlichen Familiengeschichte die Folgen von Krieg, Flucht, Extremismus, Identitäts- und Heimatverlust unter die Lupe und die Traumata und Neurosen ihrer Kriegs- und Nachkriegseltern aufs Korn.

Musikalisch und szenisch und mit einer gehörigen Portion Humor arbeiten sie so ihre eigenen Familiengeschichten auf. Das ist zum Weinen schön, gelegentlich recht dramatisch, immer aber ehrlich und persönlich.
 


 

Do     06.10.         20 Uhr
Fr      07.10.         20 Uhr
Sa     08.10.         20 Uhr
 

PNAC (Companie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung)
GUTMENSCHENDÄMMERUNG / Les bonnes payées
frei nach Die Zofen von Jean Genet

Regie:                        Marcel Luxinger
Spiel:                         Sina Ebell, Ina Jaich, Alina Rank
Ausstattung:               Polina Liefers
Dramaturgie:              Sabrina Zwach 

„Und kommt mir jetzt bloß nicht mit der verfickten Genfer Konvention!“

Zwei europäische Frauen schuften unter qualvollen Bedingungen. Ihre orgesetzte von nicht­abend­ländischer Herkunft schikaniert die beiden nach Belieben und mit Vergnügen.
Auf perfide Weise schafft sie es dabei, ihnen einzureden, dass diese Maßnahmen aus purer Alternativlosigkeit und zu ihrem Vorteil erfolgen würden. Angesichts ihrer misslichen Lage machen sich Laura und Julia jene Gedanken, die sich unterdrückte Massen machen und ver­stricken sich dabei in den ideologischen Zwickmühlen, die das Verhältnis zwischen Aus­beu­tern und Ausgebeuteten seit je bestimmt: Lohnt es sich, gegen die herrschenden Struk­turen zu rebellieren? Oder setzt man durch einen Aufstand nicht die eigene Situation aufs Spiel? Aber haben wir überhaupt etwas zu verlieren?

Dieses Projekt basiert auf Texten des tunesischen Performancekollektivs Yemina.
 


 

So     09.10.         20 Uhr


MUSIKBÜHNE
DURCH DIE NACHT MIT ROBERT SCHUMANN 

Andrea Chudak (Sopran) und
das Violoncelloduo Tolkar
mit Franziska Kraft und Bo Wiget

Die Nacht zu Zeiten der Romantik war verbunden mit Unbehagen und Lust, mit Ahnungen undTräumen, Geborgenheit und Einsamkeit.
Bei Robert Schumann kommt sie oft vor, die Nacht – in seinem Leben und in seinen Liedern.
Bo Wiget hat aus den über 300 wunderschönen Liedern des Komponisten einen Zyklus
zusammengestellt, der von der Abenddämmerung durch die Nacht bis zum Morgen führt.
Arrangiert und bearbeitet für das Celloduo Tolkar und die Sopranistin Andrea Chudak.
Dieses Trio begegnet auf seiner Reise durch die Nacht dem Abendstern, der Lotosblume,
einem Einsiedler, dem Sandmann, einem Käuzchen, schlaflosen Melancholikern, einer
feuchtfröhlichen Gesellschaft, öfter mal dem Mond und träumerischen Gestalten, die in seinem Licht wandeln bis ein „leuchtender Sommermorgen“ anbricht. Eine solche Nachtwanderung birgt ungeahnte Überraschungen. Da muss das Trio auch mal engerzusammenrücken, die Cellisten müssen mitsingen und die Sängerin auch mal ein Cello streichen.

Ein Schumann-Programm zum Schaudern, Schmunzeln und Schwelgen: Komm in die stille Nacht, Liebchen, was zögerst Du?
 


 

Do     13.10.         20 Uhr
Fr      14.10.         20 Uhr
Sa     15.10.         20 Uhr im Anschluss Theaterscouting -  Publikumsgespräch
So     16.10.         20 Uhr


Berlin-Premiere
KeinOrt.Finsternis
frei nach Motiven von Christa Wolf

Von und mit: Victoria Hauke, Swanhild Kruckelmann, 
                    Till Paar, Judith Rosmair, Lisa Rykena, Rainer Strecker
Regie: Anne Schneider
Choreographie: Victoria Hauke
Bühne, Kostüme: Giulia Paolucci
Vokalgraphie: Till Paar
Sound: Martin Glos und Christian Ziegler (Isola Music)
Licht: Sönke C. Herm
Dramaturgie: Maria Isabel Hagen
Produktionsleitung: Zwei Eulen

„Einmal im Leben möchte ich dem Menschen begegnen, der mir ohne versteckten Vorwurf
erlaubt zu sein, der ich bin.“
Diese Worte spricht Heinrich von Kleist in dem Prosastück KeinOrt.Nirgends – ahnend schon, dass die Begegnung mit Karoline von Günderode jenen Horizont eröffnen könnte, der ihm mit anderen Menschen verschlossen bleibt. Doch die Begegnung hat real nicht stattgefunden. Das reale Leben endete für beide mit dem Freitod. 

KeinOrt.Finsternis ist eine performative Suche nach Ursachen und Auswirkungen der hierzulande am weitest verbreiteten psychischen Erkrankung: Depression. Aufbauend auf Erfahrungsberichten und literarischen Vorlagen entsteht das Kaleidoskop eines Krankheitsbildes, das sich in poetischen Bekenntnissen niederschlägt. „Schon witzig“, schreibt Tobi Katze in seinem Roman Morgen ist leider auch noch ein Tag, „ich habe auf Facebook, unter all meinen 1437 Freunden, noch nie jemanden weinen gesehen.“

Anne Schneider ist freie Regisseurin und Künstlerische Leiterin von Hauptsache Frei - Festival der Darstellenden Künste Hamburgs. KeinOrt.Finsternis ist nach Das BiestA der zweite Teil ihrer Trilogie Außenwelten. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Hamburg. 

Gefördert durch Freie Hansestadt Hamburg, Kulturbehörde der FHH, Bezirksamt Pankow von Berlin (Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur), Hamburgische Kulturstiftung, Rusch Stiftung, Fonds Darstellende Künste und Rudolph-Augstein-Stiftung.
 


 

 

Do     20.10.         20 Uhr
Fr      21.10.         20 Uhr


ENTKOMMEN, MEIN ENGEL!
nach dem Roman „Mémoires de deux jeunes mariées“
von Honoré de Balzac
                                                                                
Spiel:                       Friederike Pöschel, Antje Widdra
Regie:                     Alexander Schröder
Ausstattung:           Dirk Steffen Göpfert
Dramaturgie:           Christiane Wiegand
Regieassistenz:       Franziska Muche

„Wer lügt? Unser Gefühl? Oder die Welt?“

Sie sind einander die besten Freundinnen. Nach einer gemeinsamen Jugend im Kloster haben Renée und Louise nur ein Ziel: ihr Liebesglück zu finden.
Vollgestopft mit freier Zeit und beflügelt von Besserwisserei schließen sie von Nebensächlichkeiten auf bestechende Wahrheiten. Mit tollkühnen Folgerungen versuchen sie ihrem Leben einen Sinn abzutrotzen. Befeuert von Konkurrenz und Solidarität wird die Bühne zum Kampfplatz der Gefühle.

In seinem 1841 entstandenen Briefroman stellt Balzac mit Louise und Renée zwei Lebensentwürfe einander gegenüber. Ein leidenschaftlicher Disput über Liebe, Ehe, Mutterschaft, Familie und Männer. Packend und zeitlos. Wie lassen sich Lebenshunger und Mutterglück verbinden? Wann? Mit wem? Und Wo? 

 



Sa     22.10.         20 Uhr
So     23.10.         20 Uhr 


EIN BLICK INS PARADIES -
WAS DAMALS WIRKLICH GESCHAH
Szenische Lesung frei nach Mark Twains
„Tagebuch von Adam und Eva“

Spieler: Sarah Alles, Benno Lehmann und Charles Rettinghaus 

„Dieses neue Wesen mit den langen Haaren ist ziemlich im Weg. Es lungert immer irgendwo herum und rennt mir hinterher. Es redet wie ein Wasserfall.“ – Adam 
„Die ganze Woche bin ich hinter ihm hergelaufen. Reden musste ich, denn er war sehr schüchtern, aber es hat mir nichts ausgemacht. Es schien ihm zu gefallen, dass ich in seiner Nähe war.“ – Eva 

Ein akustisch-visueller Ausflug in den Garten Eden. Sprachgewandt, liebevoll und garantiert erleuchtend.
 


 

Fr      28.10.         20 Uhr
Sa     29.10.         20 Uhr


DIE WOHLPRÄPARIERTE FRAU
oder the Ultimate Imitation of Life
von Susanne Jansen

Regie: Stephan Thiel
Mit: Anna Bardorf, Susanne Jansen, Elena Weiß und Alexander Ernst

Das Bordbistro eines Hochgeschwindigkeitszugs – Halt auf freier Strecke – drei Frauen und ein Mann, der Musiker, Mitreisender, und auch der Hund Wolfi ist ... Der Zug steht – keiner weiß warum, oder ob die Fahrt weitergeht.
Was folgt ist ein rasanter, mitreißender, wortgewaltiger und sehr moderner Theaterabend – Monologisch, dialogisch, und chorisch ringen die drei Frauen um Ihre Würde im Kampf um Optimierung und Flexibilität, gegen die Wut aufs banale Leben, die Unzufriedenheit, immer auf der Suche nach dem wahren Leben und der Schönheit des Moments.

DIE WOHLPRÄPARIERTE FRAU oder The ultimate imitation of life ist eine sehr persönliche Bestandsaufnahme über die Auswirkungen einer hochgradig beschleunigten Gesellschaft auf die Menschen, die in ihr leben.
Der Text entfaltet einen poetischen Atem und kraftvollen Rhythmus.
Mal nervös und fiebrig, dann wieder selbstironisch leicht, fast en passant, berührend, sinnlich und vital agieren drei „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ – aber auch Frauen mit Nerven am Rande des Zusammenbruchs.
 


 

So     30.10.         20 Uhr 


PortFolioInc.
DIE MÄNNERSPIELERIN
Motive einer Selbstverewigung

Inszenierung:     Marc Lippuner und Michael F. Stoerzer
Dramaturgie:      Madeleine Potganski
Bühne:               Uri Oppenheim
Kostüme:           Stefan Reinberger
Social Media:      Kulturfritzen
Mit:                     Judica Albrecht und Thomas Georgi

Die »wilde Poetin« Anaïs Nin konsultiert 1933 den Psychoanalytiker Otto Rank – eine vibrierende Verbindung entsteht. Zwischen Berührung, Entblößung und Rollentausch beginnt für beide ein riskantes Spiel mit dem Feuer, eine rastlose Jagd nach Identitäten. Anaïs Nin ist sowohl Muse als auch Künstlerin, Verführte und Verführende. Im Kosmos von Aufmerksamkeitssucht und Ich-Inszenierung gilt Anaïs Nin mit ihrem Traum von einem »Café in Space« als Prophetin der sozialen Netzwerke.

»Die Männerspielerin« spannt einen Bogen von den dreißiger Jahren bis heute und erzählt von der Sehnsucht nach kreativem Schaffen, der Ausstellung des Privaten und der Einsamkeit im Reich von Sichtbarkeit und Selbstdarstellung. Wann wird das banale Leben zur Kunst? Wer bin ich und für wen? Sharing is caring: Was passiert mit uns, wenn wir unser Leben öffentlich zur Schau stellen?

PortFolio Inc. begibt sich auf eine Spurensuche in Selbstbildnissen zwischen Profilierung und Psychoanalyse, analogem Leben und digitaler Welt, Schöpferdrang und Selbstverewigung.

gefördert durch das Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur
mit freundlicher Unterstützung von Reinberger Couture und anders.beraten
 

 



www.theateruntermdach-berlin.de