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Liebe Theaterbesucher,
der Kulturabbau in Pankow soll weiter gehen!
Das Aktionsbündnis der Künstler tritt gegen den geplanten Kahlschlag an und hält aktuelle Informationen bereit.  
http://aktionsbuendnis-der-kuenstler.jimdo.com/ 

 


 

DIE KÜNSTLER VERHINDERN DIE SOFORTIGE SCHLIEßUNG der kommunalen Kultureinrichtungen des Stadtbezirks Pankow ab 1. Februar 2012 !

Da der Bezirk mit Wirkung vom 1. Februar 2012 die finanziellen Mittel zur Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit der kommunalen Kultureinrichtungen einstellt und sich somit aus der Verantwortung begibt, bemühen sich die Künstler, auf der Basis der bisherigen Programmplanung, den Betrieb der kommunalen Kultureinrichtungen vorübergehend unter diesen erschwerten Bedingungen aufrecht zu erhalten.

Bitte unterstützen Sie uns und fordern auch Sie die umgehende Freigabe der finanziellen Mittel zur Aufrechterhaltung der Arbeit der kommunalen Kultureinrichtungen.
Dazu wenden Sie sich an das Bezirksamt-Pankow.

Dr. Torsten Kühne (CDU)
Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Verbraucherschutz, Kultur, Umwelt und Bürgerservice
Dienstsitz:
Fröbelstr. 17, Haus 6
10405 Berlin

torsten.kuehne@ba-pankow.berlin.de 
Tel.: 030 90295-6300

Fax: 030 90295-6302



Matthias Köhne (SPD),
Bezirksbürgermeister und
Leiter der Abteilung Finanzen, Personal und Wirtschaft

Dienstsitz: Rathaus Pankow
Breite Str. 24A-26
13187 Berlin
Tel.: 030 90295-2300
Fax: 030 90295-2230 

 

Ausserdem haben die Künstler sich bei Facebook zusammen getan und eine Petition verfasst. Bitte zeichnen Sie diese mit und leiten Sie sie weiter:

 

 

  
 

Februar 2012  

  

 NOTSTAND !

ab 1. Februar 2012 - Beginn des Notbetriebs in den kommunalen Einrichtungen

 

Liebes Publikum,

Wir Künstler machen weiter!

Aus Anlass des Beginns des Notbetriebes auf dem Areal des Kulturstandorts Ernst-Thälmann-Park möchte ich Euch/Sie bitten, am 2. Februar 2012, um 19 Uhr zahlreich zu kommen und uns zu unterstützen.
Treffpunkt ist am Eingang zum Areal, unter dem Banner NOTSTAND.

 

Zum Auftakt wird ein kurzes Statement der Künstler durch Alexander Schröder sowie zahlreiche Kommentare aus der Bevölkerung durch Stephan Thiel und Bernadette La Hengst verlesen.

Wer möchte, kann an der Aktion DEIN GESICHT GEGEN KULTURABBAU (Fotoaktion zum Protest gegen die Sparmaßnahmen im Bezirk Pankow) teilnehmen, sich in der Galerie parterre die aktuelle Ausstellung anschauen, oder um 20 Uhr in die Veranstaltungen der WABE, die zur 7. Staffel des internationalen SingerSongwriterWettbewerbs TROUBADOUR MINSTRELS einlädt  bzw. ins Theater unterm Dach (siehe nachfolgende Ankündigung) gehen. 

 

Herzliche Grüße

Iris Boss / Initiatorin der onlinepetition



                                         

Do   02.02.    20 Uhr
 

Trilogie der klassischen Mädchen
GRETE nach Goethes Faust

Regie: Anja Gronau
Spiel: Claudia Wiedemer
Künstlerische Mitarbeit: Marcel Luxinger

Blond bezopft und einfältige Verse säuselnd – so ist das deutsche Gretchen allen vertraut, als Opfer männlicher Rücksichtslosigkeit.
Mit ihrem Perspektivwechsel auf die Figur der Grete zeigen Anja Gronau und Claudia Wiedemer, welche Möglichkeiten der heutigen Aneignung diese Frauenfigur zwischen Hingabe und Auflehnung, jenseits des Klischees vom blond zopfigen Mädchen bietet.
Sie geben dem Gretchen einen Abend, ohne Rücksicht auf Faust.

Grete (Claudia Wiedemer) stürzt auf die Bühne und wir befinden uns mitten in einem Theaterstück, das so packend, faszinierend, lustig, traurig, liebevoll, emphatisch, ironisch, berührend, begeisternd ist…..

Diese Produktion wurde mit vielen Preisen (u.a. Friedrich-Luft-Preis) ausgezeichnet!

 


 

Fr   03.02.    20 Uhr



Trilogie der klassischen Mädchen
KÄTHE 
nach KLeists Das Käthchen von Heilbronn

Regie: Anja Gronau
Spiel Claudia Wiedemer

KÄTHE entstand zunächst anlässlich von DIE WÜSTE LEBT, das Festival junger Regisseure und Schauspieler und wurde mit Unterstützung der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg an den Hamburger Kammerspielen uraufgeführt.

"Ist niemand da! Ist niemand da!" gellen die Rufe. Allein rennt das Mädchen mit einem von Haut undRippen freigelegten, großen, schlagenden Herzen über die dunkle Bühne. - Es ist niemand da und dass noch jemand kommt, ist unwahrscheinlich. Anwesend sind allein Traum, Glaube, Liebe und Käthe.
 


  

Sa    04.02.    20 Uhr
So    05.02.    20 Uhr


UNTERTAN - „Wir sind Dein Volk“
nach dem Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann

Regie: Anja Gronau
Spiel: Alexander Schröder
Dramaturgie: Dirk Baumann
Künstlerische Mitarbeit: Marcel Luxinger
Technik & Licht: Dirk Lutz

Diederich Heßling war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt.“ Halt und Orientierung findet Heinrich Manns Protagonist während seiner leidenschaftlichen Lebenssuche in Institutionen und vorgegebenen Strukturen. Der Untertan braucht die Macht. Durch seine Unterwerfung unter und sein bedingungsloses Plädoyer für die Macht glaubt er sich vereint mit ihr – in Verkennung seiner eigenen gesellschaftlichen Stellung – über den gemeinen Pöbel zu erheben. Blitzschnell weiß er Situationen zum eigenen Vorankommen zu nutzen: Mit lasziver Lust jauchzt er auf, wenn die Obrigkeit ihr Gewaltmonopol wahrnimmt und den demonstrierenden Umstürzlern und Krawallbrüdern die Grenzen aufzeigt.

Der Untertan will Ordnung. Eine pluralistische, demokratische Gesellschaft ist ihm zutiefst suspekt. In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten findet der Ruf nach einer Überfigur, die Identifikation und Ordnung verkörpert, seinen Nährboden. Jetzt oder nie: Monarchie!

Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und des Amtes für Kultur und Bildung Berlin Pankow.
 

 


   

Do   09.02.    20 Uhr
Fr    10.02.    20 Uhr
Sa   11.02.    20 Uhr
So   12.02.    20 Uhr


Berlin-Premiere
BARTLEBY 
Eine Geschichte von der Wall Street 
Ein Theaterstück von Kai Gero Lenke nach Herman Melville

Regie: Luzius Heydrich 
Bühne: Moritz Jüdes
Kostüme: Carola Volles
Dramaturgie: Michael Hanisch / Kai Gero Lenke
Assitenz: Patrizia Bechtold
Spiel: Endre Holéczy, Johannes Karl 

"I prefer not to" lautet der berühmte Satz von Bartleby, dem seltsamen dürren Mann aus Herman Melvilles Erzählung. Von einem Anwalt als Aktenkopist an die Wall Street des Jahres 1853 berufen, verweigert er zuerst die Arbeit und letztlich das Leben. Sein monotoner und friedlicher Protest fasziniert und verstört gleichermaßen.
 
Die Occupy-Bewegung an der Wall Street von heute hat ihn als Sinnbild entdeckt. Barleby - die Personifizierung des gewaltlosen Widerstands. Das TIME Magazine betitelte einen Artikel über die Occupy-Bewegung mit: „The return of the silent majority“ Bartleby ist diese ‚leise Mehrheit’. Eine prophetische Figur – über 150 Jahre alt.

"Bartleby" gilt als eines der wichtigsten Werke von Herman Melville (1819-1891) und als Vorläufer existenzialistischer und absurder Literatur.

Die Inszenierung entsteht als Koproduktion des Zimmerheaters Tübingen mit dem Theater unterm Dach Berlin.       

 


 

Do   16.02.    20 Uhr
Fr    17.02.    20 Uhr


okapi-productions
AUFZEICHNUNGEN AUS DEM UNTERGRUND
nach Dostojewskij / Stückfassung von Inka Bach 

Regie/Bühne/Video: Ingrun Aran
Dramaturgie: Inka Bach
Spieler/in: Iljá Pletner, Iris Boss
Kamera: Jakobine Motz
Ton/Soundesign: Simon Franzkowiak
Graffiti: Thomas Korn
Assistenz: Philippe Roth

Wassilij (Iljá Pletner) lebt im Untergrund, im Kellerloch. Nur per Internet hält er noch Kontakt zur Welt. In einer furiosen Ansprache auf Deutsch und Russisch an das Publikum entwickelt Wassilij seine Maxime individueller Freiheit - das Recht auf Irrsinn und Unglück.
Mit der Hure Lisa (Iris Boss) bekommt er noch eine letzte Chance auf Liebe...
Dostojewskijs Stadtneurotiker wird in der Aktualisierung und Adaption von Inka Bach (Text) und Ingrun Aran (Regie) zum morbiden Internet- und Spielsüchtigen, der sich den Anforderungen der Moderne nicht gewachsen fühlt und ihnen dennoch unterworfen ist.

Konzeptionsförderung: Künstlerdorf Schöppingen
Projektförderung: Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten Berlin, Amt für Kultur und Bildung - Fachbereich Kunst und Kultur Berlin Pankow, Rudolf Augstein Stiftung.
In Kooperation mit Courage gegen Fremdenhass e.V.

"Jetzt spült ein Glücksfall aus Migration, Talent und Ausbildung den in Dnepropetrowsk geborenen Iljá Pletner in die heimelige Stube des Theaters unterm Dach. 
Dort verkörpert er den Selbsthass und Weltekel zerquälten und zugleich vom Glauben an die eigene Bedeutung schier aufgeblasenen Haupthelden aus Dostojewskis „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“. Unter der Hand der Regisseurin und Filmemacherin Ingrun Aran wird dieser exzentische Griesgram jedoch zu einer Figur ganz unserer Zeit." (zitty)

www.okapi-productions.com

 


 

Sa  18.02.     20 Uhr
So  19.02.     20 Uhr


MARIAKRON
PENTHESILEA von Kleist

Regie: Cornelius Schwalm
Dramaturgie: Sophie Nikolitsch
Kostüm: Cathleen Kaschperk
Bühne: Rebecca Schley
Mit: Helge Bechert, Sabine Langendorf, Andres Nickl, Katja Uffelmann, Verena Unbehaun

"Alles liegt darin: der ganze Schmutz und Glanz meiner Seele“
Heinrich von Kleists Penthesilea ist ALLES: fremd erscheinendes Textkonvolut, rauschhafter Trip, deutsches Sittenbild und perfekte Projektionsfläche für bürgerliche Sehnsüchte.

Die Gruppe MARIAKRON um den Regisseur Cornelius Schwalm nähert sich über den Text eigener, gutbürgerlicher Seele und Befindlichkeit. Diese Penthesilea entsteht aus einem stilisierten Wohnzimmer und macht den Zuschauer zum unfreiwilligen Voyeur eigener und fremder Abgründe. Gesetzte, kontrollierte Menschen, sich insgeheim nach Liebe, Leben, einem Abenteuer sehnend, treffen einander um Kleist zu lesen. Sie kommen vom Lesen ins Spielen, vom Diskurs in die Diskussion. Und da, der Schutz des scheinbaren Spiels macht es möglich: durch die kultivierte Zurückhaltung bricht der Instinkt, die Spielfläche wird zur Schlachtfläche. Die Helme beginnen zu glänzen, das Hündchen jault; das insgeheim ersehnte Gemetzel, das hier schlichter Ausdruck lang sublimierter Lust ist, nimmt seinen Anfang:
„Verflucht das Herz, das sich nicht mäßgen kann.“

"... die Inszenierung speist sich aus  dem komischen Kontrast der bürgerlichen Formen zum leidenschaftlichen Inhalt des Dramas. ... das Schauspieler-Quintett ist sehr gut, beherrscht präzises Timing und ironisches Spiel mit Subtexten. Eine schauspielerische Stilübung, die auch beim Zuschauen Spaß macht." (zitty)


    

Do   23.02.     20 Uhr
Fr    24.02.     20 Uhr

HOR-Künstlerkollektiv
Um NICHTS in der Welt

Eine philosohische Revue

Konzept/Regie: HOR-Künstlerkollektiv
mit: Juliane Werner (Spiel/ E-Bass)
Astrid Rashed  (Spiel/ Geige)
Roman Leitner-Shamov (Spiel/ Percussion)
Beatrice Jugert (Skulptur/Kostüme)
Gabriele Nagel (Video)

Warum ist überhaupt ETWAS und nicht NICHTS?
Drei Schauspieler versuchen sich einen 4-dimensionalen Raum vorzustellen und begeben sich auf eine Reise zwischen Urknall und Jetzt. 

Literarische Texte über das Nichts werden aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln reflektiert. Es spannt sich ein Bogen über das philosophische Streitgespräch auf einer Kuhweide, Supercomputern im Weltraum und einer Laborküche, wo mit Quantenphysikern eine Suppe gekocht wird.

Eine philosophische Revue über das NICHTS mit Experimenten, Zauberei und Theater, ein Versuchslabor im Zelt der Möglichkeiten, ein Garten der Bilder mit Filmen, Quanten und Musik.

"Es - das Nichts - ist köstlicher als Gold, (...) es ist erquickender wie die Gnade des Lichts, edler als der Könige Blut, dem Himmel gleich, höher als alle Sterne,(...) an dem Nichts, spricht Hiob, hanget die Erde."( Otto von Guericke)

"LUST AN DER LEERE
Vergnüglich ist das Spiel »Um Nichts in der Welt« inszeniert. Die Kostüme von Beatrice Jugert betonen den Revuecharakter. So etwas wie I-Tüpfelchen sind Marionetten-Abbilder der Schauspieler, mit denen sie zeitweise hantieren. " (ND) 

"Wer ... naturwissenschaftlich gebildet ist und sich einen Hang zu Verspieltheit ... bewahrt hat, ist bei diesem Abend prima aufgehoben." (zitty)


 

Sa   25.02.     20 Uhr
So   26.02.     20 Uhr


DIE SANFTE
von Dostojewskij

Konzept/Spiel: Iljá Pletner


Iljá Pletner, dem einen oder anderen Zuschauer bereits
aus der Produktion AUFZEICHNUNGEN AUS DEM UNTERGRUND (eine Dostojewskij-Adaption von Inka Bach) als eindrucksvoller Spieler bekannt, hat im völligen Alleingang ein weiteres Dostojewskij-Projekt auf die Bühne gebracht, herausgekommen ist ein literarischer Leckerbissen. Dazu hat der aus der Ukraine stammende Schauspieler den russischen Text noch einmal neu übersetzt und schlüpft in die Figur des Pfandleihers, der vor den Trümmern seiner Existenz steht. Das intensive, facettenreiche und mitreißende Spiel Iljá Pletners zieht den Zuschauer in den Bann der Figur.
 


 

 


  


www.theateruntermdach-berlin.de